Donnerstag, 21. Jänner 2010

Laura Rudas im NEWS-Interview: "Was
will diese Junge da jetzt groß erklären?"

  • Über Durchsetzungskraft, FPÖ & Lieblingsressorts
  • SPÖ-Bundesgeschäftsführerin im NEWS-Interview

28 Jahre alt und bereits an den Hebeln von Österreichs größter Partei: Laura Rudas managt seit 2008 als Bundesgeschäftsführerin die heimischen Sozialdemokraten. Im NEWS-Interview spricht sie über Durchsetzungskraft, die FPÖ und ihr Lieblingsressort.

NEWS: Ist der Vorwurf, Sie seien angepasst, gerechtfertigt?
Laura Rudas: Ich habe früh die Möglichkeit bekommen, von innen mitzugestalten. Ich bin in allen Sitzungen, dabei kritisiere ich und setze mich manchmal durch, manchmal nicht. Aber es wäre eigenartig, wenn ich etwas mitbestimme und dann hinausgehe und etwas anderes sage. Das Ergebnis ist mir wichtiger als die Show drumherum.

NEWS: Wurde Ihr Engagement in der SPÖ immer unterstützt?
Rudas: Natürlich war es anfangs mühsam. Es gab Leute, die sich fragten, was will diese Junge da jetzt groß erklären. Da musste ich im direkten Gespräch überzeugen. Und man muss ein bisschen lauter sein, damit man gehört wird. Aber ich hatte auch immer Verbündete.

NEWS: Warum tun Sie sich den Job der SPÖ-Bundesgeschäftsführerin an?
Rudas: Auf der einen Seite muss man viel Kritik einstecken, und es gibt Momente, in denen ich mir dieselbe Frage stelle. Auf der anderen Seite kann ich vieles verändern und habe die Möglichkeit, mitzugestalten. Ich bin nach wie vor motiviert, weil das Positive überwiegt.

NEWS: Wollen Sie bis zum Ende der Legislaturperiode bleiben?
Rudas: Ich werde bleiben, solange es mir Freude macht. Es gibt noch viel zu tun, ein Jahr ist mir da auf jeden Fall zu kurz.

NEWS: Sie waren auch als Ministerin im Gespräch. Was wäre Ihr Lieblingsressort?
Rudas: Finanzen (schmunzelt). Dort wird über die Verteilung der Budgetmittel mitentschieden, und da braucht es auf jeden Fall eine Verbesserung.

NEWS: Sie sind entschiedene Gegnerin der FPÖ. Wie würden Sie sich im Falle einer rot-blauen Koalition verhalten?
Rudas: Im Bund? Dann wäre ich nicht mehr in der SPÖ. Ich werde immer SPÖ wählen, aber das könnte ich in einer aktiven Position nicht mittragen. Aber mit Werner Faymann und mir wird es das nicht geben.

NEWS: Wie ist es mit möglichen Koalitionen auf Landesebene?
Rudas: Ich empfehle jedem: Finger weg von der FPÖ! Ich rate sogar ab, auch nur in ihre Nähe zu kommen. Was passiert, wenn FPÖ/BZÖ Verantwortung hat, sieht man ja in Kärnten.

NEWS: Was erwarten Sie vom Wahljahr 2010?
Rudas: Ich bin sehr optimistisch. In Wien sehe ich den Trend, dass viele FPÖ-Wähler zur SPÖ zurückkehren. Ich kenne niemanden, der Strache als Bürgermeister will. Man kann die Ankündigung als Drohung sehen. Sogar für FPÖ-Wähler ist es eine.

21.1.2010 13:06
Vasant, 22. 01. '10 20:08
Wie kommt meine Meinung zum Thema Scheuch???
Bei der ÖVP holt halt der Onkel Pröll seinen Neffen in die
Politik und die Rudas hat halt auch so ihre "Verbündeten".

Alles Familien- bzw. Freundlpolitik im eigenen Interesse,
aber mit den Bedürfnissen und Hoffnungen des Volkes
hat das schon lange nichts mehr zu tun.

Die übernimmt sogar schon die dumme und alte bzw.
erfolglose Taktik der SPÖ und rät gleich mal dazu, dass
man die Finger von der FPÖ lassen soll!? Wie kann man
denn bitte als Junghupfer in der Politik einen auf dicke
Hose machen und ebenfalls gleich wieder alles und
jeden ausschließen? Diese Verliererschiene weiter zu
führen zeigt mir eindeutig, dass die vor ihrer "Karriere"
schon verloren hat!

Man braucht neue Perspektiven, Möglichkeit und Wege
und ned gleich wieder deppert wie die "Alten" SPÖler
alles ausgrenzen!
Frichie, 22. 01. '10 15:56
Man muss nicht nach Kärnten schauen
um zu sehen was eine blau-orange Regierung alles zerstören kann. Die Österreichische Bundespolitik 2000 bis 2006 reicht da vollkommen. Von Massenprivatisierungen über Gesundheitspoliktik bis hin zur versauten Sicherheitspolitik/Polizeireform gibt es kaum ein Ressort, das nicht in Mitleidenschaft gezogen worden wäre.
Natürlich ist es ein starkes Stück wenn ein Land wie Kärnten mit einem Budget-Defizit von mehreren Milliarden Euro eine 20 Milliarden Euro Haftung für eine marode Bank übernimmt (ich möchte gar nicht wissen wer sich da aller bereichert hat) und damit ganz Österreich in Gefahr bringt. Allerdings muss ich dagen: es wundert mich nicht. Die blau-orange Partie ist gemeingefährlich und Frau Rudas hat völlig recht mit ihrer haltung. Schade dass andere nicht immer so deutlich werden.
sabsihin, 22. 01. '10 14:30
Das muss man der Laura Rudas schon lassen
Ihre Aussagen bezüglich der FPÖ sind stets glasklar und eindeutig. Genauso wie die Statements von Werner Faymann zu diesem Thema. Wenn sich alle Politiker dazu durchringen könnten, gegenüber den Medien Aussagen der Art "Wenn das passiert, trete ich zurück" zu formulieren würde das Vertrauen in die Politik sicher gestärkt und die Leute könnten besser einschätzen woran sie sind. "Handschlagqualität" nennt man das auch. Leuten, die sich durch Interviews nur so durchschlängeln, keine eindeutigen Aussagen treffen und sich alle Optionen offen lassen vertraue ich nicht. Weiter so Frau Rudas. Als Finanzministerin hätt ich zumindest mehr vertrauen in sie als in Herrn Pröll ;)
Wilfried1931, 22. 01. '10 11:01
Diese Dame ist der Zustand der SPÖ
Sie beschreibt genau den Zustand der SPÖ, sie hat überhaupt keine Persönlichkeit und keine politischen Talente. Man schaue sich nur ihre Auftritte nach Wahlen an, sonst sieht man sie nie, da stottert sie etwas zusammen ohne Zusammenhang und Sinn. Für die Talkshow Dorfer ist sie hingegen gut geeignet da sie gar nicht mitbekommt, wie lächerlich sie auftritt. Also es wäre mal interessant zu erfahren in welche Bereich sie gute Arbeit geleistet hat außer im Schleimen bei SPÖ Granten??? Mir ist sie nur aufgefallen dass sie mit ihren Kampf gegen Strache, eigentlich nur diesen nützt, da ihre Auftritte nur zeigen, gäbe es mehrere oder viele solche Politiker, hätten wir das politische und wirtschaftliche Niveau von Haiti, und das will bestimmt kaum jemand.
mr.sauer, 21. 01. '10 22:08
wie wahr
Die Überschrift stimmt 100 % pro. Was soll uns die junge Dame, die wahrscheinlich von wirklicher Arbeit keine Ahnung hat, erklären. Obwohl in einem Punkt hat sie Recht. HC als Bürgermeister NEIN DANKE. NUR DER HR. HÄÜPL IST WIRKICH AUCH KEINE OFFENBARUNG und nicht wählbar. Die ÖVP ist in Wien praktisch nicht existent, und die Antipolizei und alle her zu uns Partei in GRÜN ist auch nicht wählbar. ARMES WIEN!!!!
Hilferuf. WEN SOLLST DU WÄHLEN; weil aus überzeugter Demokrat bin ich der Meinung, dass du dein Kreuzerl irgendwo machen sollst