Das Kärntner Polit-Chaos nimmt weiter zu:
FPÖ-Landesgruppe will sich nicht auflösen
- "Uns gibt es seit 50 Jahren und das bleibt auch so"
- Obmann Jannach: Wechsel zu FPK "kein Thema"
·BZÖ gründet eigene
Kärntner 'Parteifiliale'
Bucher & Petzner geben den Kampf nicht auf
·"Fusion" mit FPÖ offiziell beschlossen
Kärnten: Scheuch als Parteiobmann bestätigt

Die Kärntner Landesgruppe der FPÖ unter ihrem Obmann Jannach denkt nicht an Selbstauflösung. Bei einer Mitgliederversammlung in Krumpendorf wurde stundenlang heiß debattiert, ein Wechsel zur FPK von Uwe Scheuch war laut Jannach bei den 170 Diskutanten "kein Thema". Dieser habe 2005 die FPÖ mit seinem Wechsel zum BZÖ "verraten" und wechsle nun schon wieder die Farbe, so der Tenor.
"Niemand ist zur Auflösung bereit", berichtete Jannach zweieinhalb Stunden nach Beginn der nichtöffentlichen Diskussion im Gasthaus Jerolitsch. Es gebe Stimmen, die sich für Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit in Sachfragen aussprechen würden, eine Fusion mit der FPK wolle jedoch niemand. "Die Kärntner FPÖ gibt es seit über 50 Jahren und das wird auch so bleiben", postulierte Jannach.
Das BZÖ, das ja versucht, im südlichsten Bundesland quasi eine dritte Fraktion des "Dritten Lagers" zu installieren, war laut Jannach bei der Debatte der FPÖ-Mitglieder kein Thema. Gegenüber der APA wies der Abgeordnete aber auf die Zerrissenheit nach der Parteispaltung hin: "Am Parteitag waren vielleicht 90 Prozent für den Wechsel, auf Gemeindeebene ist aber offenbar ein Drittel dagegen, das zeigt sich im Bezirk St. Veit ebenso wie im Bezirk Wolfsberg."
Bei der Mitgliederversammlung wurden keine Beschlüsse gefasst. Jannach kündigte für den 4. Februar eine Sitzung des Landesparteivorstandes an, in der man über die weitere Vorgangsweise diskutieren werde. Aber auch dort werde es mit Sicherheit keine Auflösung der Kärntner FPÖ geben, kündigte Jannach an.
(apa/red)
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