Bezahlung für einen Verbleib beim BZÖ?
Salzburger Abgeordneter Tadler fliegt raus
- Bucher schließt Tadler nach Geldforderungen aus
- Zwei Wackelkandidaten dementieren Wechselabsicht

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Der Parlamentsklub des BZÖ verliert ein weiteres Mitglied: Der Salzburger Abgeordnete Erich Tadler, dem in den vergangenen Tagen schon Abwanderungstendenzen zu den Freiheitlichen nachgesagt worden waren, soll aus dem Klub ausgeschlossen werden. In einer Aussendung behauptete BZÖ-Chef Josef Bucher, Tadler habe seinen Verbleib bei den Orangen an finanzielle Bedingungen geknüpft. Tadler selbst war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.
Bei einem Gespräch zwischen Bucher und Tadler in Wien habe der Salzburger, der parteifrei für das BZÖ kandidiert hatte, Geld verlangt, damit er im BZÖ-Klub bleibe. "Ich lasse mich keinesfalls durch finanzielle Forderungen eines Abgeordneten erpressen", meinte Bucher. Er lege keinen Wert mehr auf Tadlers Mitarbeit und werde dessen Ausschluss bei der nächsten Klubsitzung beantragen.
Der stellvertretende Salzburger BZÖ-Obmann Markus Fauland bestätigte die Trennung von Tadler, der beim Parteitag der "Freiheitlichen in Kärnten" (FPK) am Ehrentisch gesessen war. Der Verlust halte sich "in Grenzen", so Fauland.
Zwei Wackelkandidaten wollen nicht wechseln
Nach Tadlers Abgang hält das BZÖ in seinem Parlamentsklub noch 16 Abgeordnete. Hinzu kommt der derzeit wilde Abgeordnete Gerhard Huber aus Tirol, dessen Parteifunktionen Anfang September wegen strafrechtlich relevanter Vorwürfe ruhend gestellt worden sind, der aber vorhat, wieder in den orangen Klub zurückzukehren. Gerüchte, wonach auch die niederösterreichischen BZÖ-Abgeordneten Ernest Windholz und Robert Lugar austreten wollen, haben sich bisher nicht bewahrheitet. Letzterer hatte einen Wechsel zu den Freiheitlichen jedenfalls bereits am Sonntag ausgeschlossen.
Ob Tadler möglicherweise zur FPK wechselt, ist unbekannt. In der FPÖ würde er wahrscheinlich keinen Platz finden, nachdem die FPÖ-Spitze die Aufnahme von BZÖ-Abgeordneten ausgeschlossen hat. Dem BZÖ den Rücken gekehrt und zu den "Freiheitlichen in Kärnten" (FPK) gewechselt sind bisher drei Abgeordnete: Martin Strutz, Stellvertreter von FPK-Obmann Uwe Scheuch, Josef Jury und Maximilian Linder. Für eine eigene Klubgründung, was der FPK mehr Fördergeld bringen würde, wären fünf Abgeordnete nötig.
(apa/red)
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