Ochse flüchtet in Tirol vor dem Schlachthof:
Wildgewordenes Tier verletzt Fleischhauer
- Suchaktion mit Wärmebildkameras und Polizeihund
- Großaufgebot der Polizei - Jäger konnte Tier erlegen

Sein nahendes Ende hat ein einjähriger Ochse in Stanz bei Landeck offenbar nicht hinnehmen wollen: Unmittelbar vor dem Schlachthof riss sich das wildgewordene Tier los, verletzte einen 62-jährigen Fleischhauer und flüchtete kurzerhand in den Ortskern. Weil sich dann die Spur des Rindes verlaufen hatte, nahmen mehrere Streifen der Polizei Landeck die Verfolgung auf.
Auch Diensthund "Fausto", Jäger und 25 Mann der Stadtfeuerwehr halfen mit Wärmebildkameras mit. Erst später gelang es einem Jäger, den Ochsen zu erlegen. Der Weidmann hatte das Tier nahe einem Wald in der Umgebung von Stanz entdeckt und erschossen, teilte die Polizei mit.
Der Ochse der Tuxer Rasse hatte sich beim Ausladen aus einem Viehtransporter zur Wehr gesetzt. Er stieß seinen Kopf mit voller Wucht gegen den Oberkörper des vor ihm stehenden Fleischhauers. Der 62-Jährige stürzte dadurch auf den asphaltierten Vorplatz und verlor sofort das Bewusstsein.
Ein beteiligter Landwirt versuchte vergeblich, das Tier aufzuhalten. Der Ochse aber flüchtete zwischen den Häusern in den Ortskern und anschließend in die angrenzenden Felder in Richtung Landeck-Perjen. Der verletzte 62-Jährige wurde an Ort und Stelle von einem Notarzt erstversorgt und mit dem Rettungshubschrauber "Christophorus V" in die Innsbrucker Klinik geflogen. Der Tiroler musste stationär aufgenommen werden.
(apa/red)
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