Einfach mal eine Entführung vorgetäuscht:
Frau wollte außereheliche Affäre vertuschen
- Slowakin schickte SMS mit "Ausrede" an Ehemann
- Kärnten: Mogelpackung von der Polizei aufgeklärt

Einfallsreichtum wird meist belohnt - im Fall einer 25 Jahre alten Slowakin allerdings mit einer Anzeige. Die Frau hatte vorgetäuscht, nach Kärnten entführt worden zu sein, um vor ihrem Ehemann eine Affäre mit einem 61-jährigen Wiener geheim zu halten. Das Pärchen wurde allerdings von der Kärntner Polizei in einem Hotel in Bad Kleinkirchheim (Bezirk Spittal) angetroffen - es hatte dort ein Doppelzimmer gebucht.
In einer SMS schrieb die 25-Jährige ihrem Gatten, dass sie von einem Mann in einem Auto festgehalten und mit einer Waffe bedroht werde. Sie nannte auch das Kennzeichen des Wagens - eine Wiener Nummer - in der Kurzmitteilung, woraufhin der Ehemann die slowakischen Behörden und diese wiederum Beamte des Polizeikooperationszentrums Kittsee (Bezirk Neusiedl am See) informierten.
Eine Polizeistreife in Bad Kleinkirchheim entdeckte das Auto vor einem Hotel, die Frau und ihr angeblicher Entführer saßen gerade im Speisesaal. Bei der Einvernahme stellte sich heraus, dass die Frau nach Kärnten gekommen war, um mit ihrem Liebhaber einen Wellnessurlaub zu verbringen. Sie hatte allerdings eine Ausrede für ihren Ehemann gebraucht, der ihren Angaben nach sehr eifersüchtig sei, zudem habe sie Angst vor ihm. Der Lohn für ihre Idee - eine Anzeige wegen des Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung.
(apa/red)
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