Freitag, 22. Jänner 2010

Uwe Scheuch hat "ein reines Gewissen":
Wird nicht gelingen, ihn "zu zerstören"

  • Kann sich an aufgezeichnetes Gespräch nicht erinnern
  • Scheuch erwartet klares Votum am Landesparteitag

Kämpferisch hat sich FPK-Parteichef Uwe Scheuch am Tag nach dem vom Nachrichtenmagazin "News" veröffentlichten umstrittenen Tonbandmitschnitt gegeben. Es werde nicht gelingen, ihn zu zerstören, am Landesparteitag erwarte er ein klares Votum für seinen eingeschlagenen "Kärntner Weg", sagte Scheuch in Klagenfurt. Gegenüber der inzwischen auf den Plan getretenen Korruptionsstaatsanwaltschaft werde er sich "sehr kooperativ" verhalten, "ich habe ein reines Gewissen", meinte der FPK-Politiker. Rot und Grün fordern erneut seinen Rücktritt.

"Jeder Tag, den die Causa früher aufgeklärt ist, ist ein guter Tag", meinte Scheuch und bestritt erneut, sich an das aufgezeichnete Gespräch erinnern zu können. Er habe aber in dem Fall keinen Gesetzesbruch begangen, das Zustandekommen des Tonbandes, "egal ob echt oder gefaked (gefälscht, Anm.)", sei allerdings gesetzeswidrig, meinte der FPK-Politiker. "News" hatte wissen lassen, dass der Mitschnitt nicht manipuliert sei. Grundsätzlich sei "nichts Schlechtes daran, darüber zu reden, wie die Partei unterstützt werden kann, natürlich auf Basis der Gesetze", sagte Scheuch.

Negative Auswirkungen auf den Parteitag erwartet Scheuch nicht. "Die Mannschaft steht geschlossen hinter mir", erklärte der Landesparteiobmann. Ab kommender Woche wolle er wieder "für das Land arbeiten", meinte Scheuch und kündigte gleich an, für Montag einen Koalitionsausschuss mit Juniorpartner ÖVP einberufen zu wollen. Deren Parteichef Josef Martinz hatte durchklingen lassen, dass die Regierungskoalition gefährdet sei.

"Unabhängig davon, ob ein Straftatbestand vorliegt oder nicht: Uwe Scheuch ist keinen Tag länger als Politiker tragbar", forderte indes der stellvertretende SPÖ-Parteivorsitzende, Peter Kaiser, den FPK-Politiker erneut zum Rücktritt auf. Die Grünen forderten ihrerseits "gläserne Parteikassen". "Derzeit sind die Geldflüsse der Regierungsparteien komplett im Dunkeln. Besonders das BZÖ in Kärnten steht aufgrund seiner massiven und finanziell aufwendigen Werbetätigkeiten seit langem unter Verdacht, Parteispenden von Gönnern und Lobbyisten im Hintergrund zu erhalten", meinte Landessprecher Rolf Holub. Die SPÖ will die Finanzen aller Kärntner Parteien ab dem Jahr 2006 "auf Euro und Cent" vom Landesrechnungshof prüfen lassen.

Scheuch weiter: "Ich tät mir halt wünschen, dass auch ein bisschen was für die positive Zukunft des BZÖ überbleibt."

Und weiter: " Ich will, falls der Investor kommt, in irgendeiner Form davon auch profitieren können für die Partei. In Form einer Spende. Und wie groß das ist, die Größenordnung von dem was ich sonst weiß, des geht je nachdem wie viel sie hingeben, irgendwo in der Größenordnung zwischen fünf und zehn Prozent, würde ich amol sagen."

(apa/red)

22.1.2010 10:43
sidestep, 15. 01. '10 09:36
Part of forgeth
Was soll dieses Theater mit dem Untersuchungen der Staatsanwaltschaft wenn von vornherein feststeht, das dies ein "Parth of the forgeth" durch die Staatsanwaltschaft wird. Schon einmal haben wir bei einem Politiker etwas vergessen. Das wird hier auch der Fall sein. Scheinuntersuchungen sollen die angebliche Unabhängigkeit der Justiz ebweisen. Entweder wird eingestellt oder vergessen. Nur der Hendeldieb, über den getrauen sich unsere Staatsanwälte weil der bekommt dann einen Pflichtverteidiger der es n i c h t als seine Pflicht ansieht, den armen "Hund" zu verteidigen. Vorm Scheuch aber haben sie Angst weil der kommt mit zwei Starverteidigern denen die Damen und Herren Staatsanwälte nicht gewachsen sind. Siehe Auotaffäre Ungarn. Justizia ist bei Poltikern auf beiden Augen blind
unclesam, 15. 01. '10 10:13
Re: Part of forgeth
Also wir sind immer im Abstand von ein paar Jahren mit diesen Vorwürfen gegen einen PolitikerIn egal welcher Partei konfrontiert! Und was passiert? Nichts!!!!!!
Was mich aber gar nicht kalt lässt! Wer startete diesen illegalen Lauschangriff? Kann man heutzutage alle so abhören wie man will oder was? Die Gesetze der Parteispenden gehören geändert und auch die Gesetzte der illegalen Abhörungen! Wer war das eigentlich? Weiß man da was?
sidestep, 15. 01. '10 12:31
Re: Part of forgeth
"unclesam" wenn du die ganze Sache genau verfolgt hättest dann wüsstest du, dass angeblich jener Mann mit dem Scheuch das bezughabende Gespräch geführt haben soll, das eigene Gespräch aufgezeichnet und es dann den Medien zugespielt haben soll - angeblich?! Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass vielleicht ein Journalist Scheuch hineinngelegt hat und diesen Verbindungsmann zu dem russischen Investor einfach gespielt hat. Das ist meiner Meinung nach aber egal. Wichtig ist für mich nur, dass Scheuch - wenn man NEWS glauben darf - scheinbar für jede Art eines Kuhhandels (Staatsügerschaft für Geld und Parteienspende usw) zu haben ist.
Vasant, 15. 01. '10 00:32
Grasser, Meinl usw.
Weil wir eigentlich gerade beim Thema sind ... was passiert
eigentlich mit denen? Da gibts Gerüchte, dagegen ist der Hr.
Scheuch ja ein Lamm;)
sidestep, 15. 01. '10 09:38
Re: Grasser, Meinl usw.
Falsch formuliert: Scheuch ist ein Wolf im Lammfell, ha, ha, ha
herrnischta, 14. 01. '10 17:39
No Na Net - Scheuch Remixed
Part of the game:

http://www.youtube.com/watch?v=HMXpx_-Gri0