Hypo-Geheimpapiere zweifeln Aussagen an:
Widerspruch zu den Aussagen der Ex-Chefs
- NEWS: Werner Schmidt und Tilo Berlin betroffen
- Wann haben Verhandlungen tatsächlich begonnen?
·Preislimit für Hypo bei 3,4 Milliarden Euro
NEWS: Ex-BayernLB-Chef
fühlte sich nicht getäuscht
·Ermittlungen zur Hypo ausgeweitet
Münchner Staatsanwalt hat weitere Verdächtige
·"Investoren habe
ich nie gesammelt"
Ex-Hypo-Chef Kulterer weist Vorwürfe zurück
·Hypo kommt nicht aus den Schlagzeilen
Hunderte Millionen Euro
auf Jersey verspekuliert?
·Kärnten spielt nicht den Watschenmann
Hypo-Alptraum: Dörfler und Martinz wehren sich
·Auch Harti Weirather
investierte in die Hypo
Ex-Skistar glaubte an
die Osteuropa-Expansion

Bislang geheime Papiere zur Hypo-Affäre, die dem Nachrichtenmagazin NEWS exklusiv vorliegen und die in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht werden, stellen jüngst getätigte Aussagen von Ex-BayernLB-Chef Werner Schmidt und Ex-Hypo-Boss Tilo Berlin infrage. Konkret zeigen die Unterlagen die Struktur der Übernahme von 25 Prozent an der Hypo Group Alpe Adria durch die Investorengruppe um Berlin & Co. Den NEWS vorliegenden Unterlagen nach stand für einen Insiderkreis spätestens am 7. Februar 2007 fest, dass die BayernLB mit einem Kredit an die Investoren in der Höhe von 310 Millionen Euro der größte Finanzier des Deals sein wird.
Die NEWS vorliegenden Unterlagen stammen vom 7. Februar 2007 und werfen damit die Frage auf, ab wann Verhandlungen über einen Hypo-Kauf mit der BayernLB tatsächlich begonnen haben sowie wer eingebunden war. Letztendlich hat die BayernLB mit ihrem gut zweijährigen Hypo-Engagement 3,7 Milliarden Euro Verlust erlitten. Gleichzeitig war es die BayernLB, die der Investorengruppe um Berlin & Co einen Gewinn von rund 160 Millionen Euro durch den Kauf von deren Hypo-Anteilen bescherte. Offiziell war stets nur von vermögenden Privatinvestoren aus Österreich und Deutschland die Rede, die den Deal finanziert hätten. Tatsächlich haben diese Privatinvestoren laut den NEWS vorliegenden Unterlagen aber nur rund 25 Millionen Euro von insgesamt ca. 635 Millionen Euro aufgebracht.
Berlin hatte jüngst erklärt, er hätte den Kredit der BayernLB "weder gebraucht noch gewollt", aber die Konditionen wären günstiger gewesen. Schmidt erklärte dazu hingegen über seinen Anwalt, dass Berlin die Finanzierung nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt hatte, sich der Abschluss des Verkaufes aber verzögert hätte. Von NEWS auf die neuen Unterlagen und das frühe Datum angesprochen, meinte Schmidts Anwalt: "Herr Schmidt erklärt, dass der Kredit an Berlin & Co höchst sinnvoll war, um den Zugriff auf die Hypo-Aktien sicher zu stellen. Für die BayernLB war dies besser, als Berlin hätte das angebotene Darlehen der Credit Suisse angenommen. Über die genaue Finanzierung und die Daten kann ich aber keine Auskunft geben", so Schmidts Verteidiger zu NEWS.
Mehr dazu gibt es im NEWS 02/10 zu lesen
