Wird die Quelle etwa wieder flüssig? Große
Chancen auf eine Rettung durch Investor
- Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl stiftet neue Hoffnung
- Ex-Quelle-Chef Lenz & Mike Lielacher Interessenten
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Lange schien das Ende des Traditionshauses unausweichlich - nun steht Quelle Viktor Sigl zufolge offenbar kurz vor der Rettung: Der oberösterreichische Landesrat erklärte, die Chance auf einen Investor sei groß. Die Entscheidung soll in den nächsten eineinhalb Wochen fallen.
Sigls Einschätzung deckt sich mit der Auskunft des Masseverwalters Erhard Hackl. Dieser hatte vergangene Woche mitgeteilt, in den Verhandlungen über eine teilweise Fortführung des insolventen Versandhändlers Quelle mit Sitz in Linz solle noch im Jänner eine Entscheidung fallen. Es gebe zwei Interessenten, die im Februar starten wollen. Wer von ihnen das Unternehmen weiterführen werde, werde der Gläubigerausschuss entscheiden.
Zum einen interessiert sich Ex-Quelle-Chef Martin Lenz für das Versandhaus. Der zweite Interessent soll laut "Kurier" der ehemalige Investmentbanker Mike Lielacher sein. Beide hätten bereits Pläne für die Fortführung des Versandbetriebs vorgelegt und sich mit dem Betriebsrat darauf verständigt, zumindest 500 Quelle-Mitarbeiter zu übernehmen, berichtet die Zeitung am Montag.
Sigl stellte fest, das Maßnahmenpaket für die Mitarbeiter habe sich sehr bewährt. Besonders erfreulich sei: Für alle 26 Lehrlinge stehe eine Lösung zur Verfügung. Vorerst seien seit dem Konkurs von Quelle rund 350 Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausgetreten. Der überwiegende Teil habe bereits wieder eine neue Beschäftigung.
(apa/red)

