"Wer Party feiert, kann auch mitzahlen":
SPÖ befürwortet Sondersteuer für Banken
- Wirtschaftssprecher Matznetter im profil-Interview
- Solidarbeitrag zur Überwindung der Wirtschaftskrise

·Obama bittet jetzt
die Banken zur Kassa
Sonderabgabe: Sollen für
Kosten der Krise zahlen
·Der Mann, der die
Wirtschaft gerettet hat
Fed-Chef Ben Bernanke
"Time"-Person des Jahres
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, befürwortet die SPÖ eine neue Solidaritätsabgabe, die Banken als Beitrag zur Bewältigung der Krise bezahlen sollen. "Banken, von denen viele jahrelang gut mit spekulativen Geldanlagen verdient haben, sollten einen Beitrag zur Überwindung der Krise leisten", erklärt SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter im "profil"-Interview. "Wer 20 Jahre lang Party feiert, kann auch die Renovierung des Hauses mitzahlen." Zur Höhe dieser Abgabe will Matznetter Vorschläge der Geldinstitute einholen.
"Viele Banken haben vom staatlichen Rettungsring profitiert und machen wieder Gewinne. Daher können sie einen Solidarbeitrag leisten, der direkt ins Budget fließen sollte", betont AK-Direktor Werner Muhm, so wie Matznetter Mitglied der SPÖ-internen Arbeitsgruppe über Steuern. Die Gruppe unter Leitung von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder hat für die kommenden Mittwoch stattfindende Enquete des Nationalrates über Verteilungsgerechtigkeit mehrere Vorschläge ausgearbeitet. So sollen Steuerprivilegien der Privatstiftungen - wie der abgabenfreie Verkauf von Grundstücken nach zehn Jahren - abgeschafft werden. Aktiengewinne sollen künftig unbefristet besteuert werden. Auch eine Abgabe auf Finanztransaktionen wird befürwortet, außerdem sollen Bonuszahlungen an Manager über 500.000 Euro nicht mehr als Betriebsausgaben abgesetzt werden dürfen.
Lesen Sie mehr dazu im neuen profil 10/03!

