"Ösis" frohen Mutes für Rückrunden-Start:
Ivanschitz und Fuchs stehen im Blickpunkt
- Deutsche Bundesliga: Mainz muss zum Tabellenführer
- Fuchs' Bochumer sind in Mönchengladbach zu Gast

Mit großen Erwartungen gehen Andreas Ivanschitz (FSV Mainz 05) und Christian Fuchs (VfL Bochum) heute in die Rückrunde der deutschen Fußball-Bundesliga. Beide zählten bei ihren Clubs in der ersten Saisonhälfte zu den Leistungsträgern und wollen ihre Qualität auch im Frühjahr unter Beweis stellen.
Besonders Ivanschitz sorgte mit einigen Glanzauftritten für Aufsehen. Der Burgenländer führte wochenlang die Scorer-Wertung an, mit sechs Toren und sechs Assists liegt er in dieser Rangliste noch immer auf Platz vier. "Es ist schön, wenn man da oben dabei ist, jetzt möchte ich das bestätigen", meinte Ivanschitz.
Zum Auftakt steht für den Mittelfeldspieler das Auswärtsmatch gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer Bayer Leverkusen auf dem Programm. "Es ist eine große Herausforderung, gleich gegen so einen großen Brocken zu spielen. Da müssen wir sehr kompakt und geduldig spielen. Vielleicht ist es aber auch besser, gegen diesen starken Gegner zu beginnen, denn dann ist man sofort mit dem nötigen Ernst bei der Sache ."
Vorbereitung nach Maß
Die rund zweieinhalbwöchige Vorbereitung verlief für den 26-Jährigen ganz nach Wunsch. "Ich habe das Training voll mitgemacht, war bei jeder Einheit dabei. Ich bin topfit und freue mich, dass es losgeht." Im letzten Spiel des Vorjahres (0:1 auswärts gegen Schalke) ließ Mainz-Coach Thomas Tuchel seinen Regisseur mit der Begründung auf der Bank schmoren, Ivanschitz fehle es an der nötigen Frische. "Aber das hatte keine weitere Bedeutung", betonte der Linksfuß, der gegen die Leverkusener wieder erste Wahl ist.
Die Mainzer waren im Sommer als Aufsteiger mit dem Klassenerhalt als Ziel in die Saison gestartet, und daran hat sich trotz Halbzeit-Platz neun nichts geändert. "Wir sind ein bodenständiger Verein und beginnen jetzt nicht zu träumen." Zurückhaltend äußerte sich Ivanschitz auch, was seine mögliche Rückkehr ins Nationalteam betrifft. "Jetzt ist einmal die Meisterschaft wichtig, um in Fahrt zu kommen. Darauf konzentriere ich mich, und dann wird man sehen, was kommt."
Fuchs-Wechsel zum VfB kein Thema mehr
Im Gegensatz zu Ivanschitz zählte Fuchs bei Teamchef Dietmar Constantini zuletzt zum ÖFB-Stamminventar. Auch in Bochum ist der Niederösterreicher aus der Anfangsformation nicht wegzudenken, zumal er in den letzten drei Herbst-Partien je einen Freistoß versenkte und damit das Interesse des Champions-League-Achtelfinalisten VfB Stuttgart auf sich zog.
"Das wäre eine super Sache gewesen, denn die Stuttgarter zählen zu den Top-Vereinen, auch wenn sie jetzt ein bisschen in der Krise sind. Aber Bochum hat definitiv Nein gesagt und damit ist dieses Thema abgehakt", erklärte der Ex-Mattersburger, der bei seinem Verein noch bis Sommer 2011 unter Vertrag steht.
Die Bochumer nehmen die Rückrunde auf Rang 16, dem Relegationsplatz, in Angriff. Nur die schlechtere Tordifferenz trennt den Ruhrpott-Verein vom Tabellen-15. aus Stuttgart. "Doch wir haben zuletzt gute Leistungen gezeigt, und wenn wir den Aufwärtstrend beibehalten, habe ich im Abstiegskampf überhaupt keine Bedenken. Mit einer guten Rückrunde ist für uns auch noch Platz elf erreichbar", sagte Fuchs vor dem Auftaktmatch in Mönchengladbach.
Korkmaz verletzt, Prödl Ersatz
Fuchs zählt so wie Ivanschitz zu den österreichischen Stammspielern in der deutschen Bundesliga. Eintracht-Legionär Ümit Korkmaz muss wegen eines Zehenbruchs noch rund drei Wochen pausieren, Sebastian Prödl wird beim Gastspiel von Werder Bremen in Frankfurt auf der Bank Platz nehmen.
(apa/red)
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