Schumachers erste Meter für Mercedes: Proberunden in Jerez in einem GP2-Auto
- Mehrere Runden für den Rekord-Weltmeister
- Norbert Haug: Test sei ein gewisses Warm-Up
·Haug hatte Schumi- Idee vor 15 Jahren
Aber dafür 'muss man ja nicht gerade Einstein sein'

Michael Schumacher ist endgültig zurück in der Formel 1. Auf dem Circuito de Jerez drehte der Rekordweltmeister erste Proberunden für die neue Saison, der Deutsche testete allerdings nur in einem GP2-Rennwagen seine Fitness für das Comeback.
Schumacher setzte sich 21 Tage nach der Bestätigung seiner Rückkehr bereits wieder in einen Rennwagen. Der Deutsche des neuen Mercedes-Werksteams absolvierte zuerst fünf schnelle Runden, ehe er wieder zurück an die Box fuhr. Er will seine Rennhärte prüfen. "Ein gewisses 'Warm-up'" sei der Test, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.
Die entscheidende Frage ist, ob Schumachers Körper den Belastungen standhält. Im vergangenen Jahr war sein Comeback bei Ferrari an einer nicht komplett ausgeheilten Nackenverletzung gescheitert. "Der Nacken ist absolut beschwerdefrei", hatte der siebenmalige Champion im Dezember versichert. Offiziell nimmt Schumacher in Jerez an "Entwicklungstests" im neuen Boliden der GP2-Kategorie teil. Übungsfahrten im Formel-1-Auto sind erst im Februar gestattet. Der Internationale Automobilverband FIA hat das Training genehmigt. Neben der GP2-Testmannschaft wird der Deutsche auch von zwei Mercedes-Ingenieuren sowie von einem Physiotherapeuten betreut.
Nach seinen ersten 51 Testrunden imzog Schumacher zufrieden Bilanz. "Der Tag heute war schon allein deshalb gut, weil ich nach langer Zeit mal wieder in einem Auto fahren konnte, das annähernd an die aktuelle Formel 1 herankommt", sagte der 41-Jährige. Das Wetter habe zwar nicht ganz mitgespielt, "wie uns allen lieb gewesen wäre, aber trotzdem wurden alle meine Sinne wieder wachgerüttelt - das allein war es schon wert."
(apa/red)
