Sonntag, 17. Jänner 2010

ÖSV-Läufer kassieren wieder eine Ohrfeige:
Schweizer Janka gewinnt Abfahrt in Wengen

  • Klaus Kröll als bester Österreicher auf Platz neun
  • Angeschlagener Walchhofer nur auf dem 16. Rang

Der Schweizer Carlo Janka hat die prestigeträchtige Lauberhorn-Abfahrt in Wengen gewonnen und damit die Führung im Gesamt-Weltcup zurückgeholt. Er distanzierte den Kanadier Manuel Osborne-Paradis um 0,66 und den Liechtensteiner Marko Büchel um 0,82 Sekunden. Bester Österreicher war Klaus Kröll als Neunter (1,60), dicht gefolgt von Georg Streitberger, der mit 1,63 Sekunden Rückstand Zehnter wurde.

Janka erwischte vor allem das "Kernen-S" sensationell und zeigte dort seine technische Klasse. "Geliebäugelt habe ich schon mit dem Sieg, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht. Es braucht hier schon viel Erfahrung, ich habe eigentlich erst in den nächsten zwei, drei Jahren damit spekuliert. Erst im Ziel-S habe ich gemerkt, dass die Kraft ausgeht", sagte der 23-Jährige aus Obersaxen.

Aus dem rot-weiß-roten Team durfte lediglich Streitberger mit seiner Leistung zufrieden sein. Im Vorjahr war er als 18. bester des ÖSV-Teams, dieses Jahr überließ er diese Ehre Kröll. "Ich bin gesund und habe keine Ausrede. Die Sicht war auch nicht so schlecht", sagte Kröll, der vor Janka und dessen Leistung im "Kernen-S" den Hut zog. "Der kann das einfach, der fahrt hin, setzt und ist sofort auf Zug. Er ist ein super Techniker, das sieht man bei so engen Kurven."

Respektable Leistung von Streitberger
Streitbergers Leistung ist ob seiner Magen-Darm-Erkrankung respektabel, der Salzburger hatte eine Nacht mit Unterbrechungen. "Alle zwei Stunden aufs Klo, das war mein Rhythmus. Ich war heute schon müde, aber nicht komplett leer. Es war mein bestes Rennen in diesem Winter", sagte der 28-Jährige.

Nach Schräglage nicht mehr in Position gekommen und ausgefallen war Bode Miller, der Kombisieger vom Vortag wäre ansonsten wohl Zweiter geworden. Dass dem US-Amerikaner zur körperlichen Topform noch etwas fehlt, hat man in dieser Situation gesehen. Knapp am Podest vorbeigeschrammt sind der Südtiroler Werner Heel (1/100), der ein starkes Comeback gab, sowie der Schweizer Didier Cuche und der Slowene Andrej Jerman (je 4/100), die allesamt Mitfavoriten waren.

(apa/red)

17.1.2010 16:03
astelate, 16. 01. '10 16:51
tja
die schönen zeiten für uns sind vorbei