Ein eiskalter CIA-Mordauftrag? Iran beschuldigt Westen am Tod des Physikers
- Parlamentspräsident: Israel & USA stecken dahinter
- Sollte für "Unruhe unter Atomforschern" sorgen

Der iranische Parlamentspräsident Ali Larijani hat dem US-Auslandsgeheimdienst CIA und dem israelischen Geheimdienst vorgeworfen, hinter dem Anschlag auf einen bekannten iranischen Atomphysiker zu stecken. Teheran habe in den Tagen vor dem Anschlag "eindeutige" Informationen erhalten, wonach der israelische Geheimdienst mit Hilfe der CIA eine "terroristische Aktion" in Teheran plane, wurde Larijani von der iranischen Nachrichtenagentur ISNA zitiert. Es sei den Geheimdiensten möglicherweise darum gegangen, für Unruhe und Spannungen unter den Wissenschaftlern zu sorgen und der Atomforschung des Iran zu schaden.
Der Atomwissenschaftler Massoud Mohammadi war in Teheran durch einen ferngezündeten Sprengsatz an einem Motorrad getötet worden. Laut der Nachrichtenagentur FARS war der 50-Jährige ein Spezialist für Teilchenphysik. Er habe mehrere Jahre mit den iranischen Revolutionsgarden zusammengearbeitet. Sein Name fand sich aber auch auf einer Unterstützerliste für Oppositionschef Mir-Hossein Moussavi.
Das iranische Außenministerium hatte Israel, den USA und seinen "Söldnern" bereits kurz nach dem Anschlag vorgeworfen, hinter dem Angriff zu stecken. Ein Sprecher des US-Außenministeriums wies die Beschuldigung als "absurd" zurück.
(apa/red)
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