Atomwissenschaftler bei Anschlag im
Iran getötet: Weitere Todesopfer befürchtet
- Geparktes Motorrad mit einem Sprengstoff präpariert
- TV-Sender: Opfer unterstützte iranische Revolution

Ein iranischer Professor der Atomphysik ist bei einem Bombenattentat in der Hauptstadt Teheran getötet worden. Nach Medienberichten war der Sprengsatz an einem Motorrad angebracht und detonierte in der Nähe des Hauses des Wissenschafters Massoud Mohammadi.
Es war zunächst nicht bekannt, ob der getötete Physiker am umstrittenen Atomprogramm seines Landes mitarbeitete. Er soll 50 Jahre alt gewesen und dem iranischen Regime loyal gegenüber gestanden sein. Der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge könnten noch weitere Menschen bei der Detonation getötet worden sein.
Nach Angaben des Teheraner Chefanklägers Abbas Jafari Dolatabadi war der getötete Atomphysiker an der Universität der Hauptstadt tätig. Festnahmen im Zusammenhang mit dem Attentat habe es noch nicht gegeben. Der Tatort im Norden Teherans wurde zur Spurensuche von der Polizei abgeriegelt. Anrainer berichteten, dass ihnen untersagt worden sei, vor Ende der Untersuchung ihre Häuser zu verlassen.
Ein Sprecher des Teheraner Außenministeriums sagte im staatlichen Fernsehen, es gebe Anzeichen dafür, dass die USA und Israel in den Vorfall verwickelt seien. Die beiden Länder und "deren Agenten" werden häufiger vom Iran beschuldigt, in Attacken gegen das Land verstrickt zu sein, ohne dass allerdings Beweise für die Anschuldigung vorgelegt würden.
(apa/red)
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