NEWS-Eventkalender: Tagestipp für 18.03.
TROPICÀLIA! Die Schau in der Kunsthalle
- Brasilianische Künstler zeigen Querschnitt der 60s
- Die Ausstellung ist bis zum 2. Mai zu besichtigen
In seiner Arbeit wolle er das Delirium organisieren, sagte der verstorbene Künstler Hélio Oiticica, einer der Begründer der brasilianischen Tropicália-Bewegung. Ein Satz, der durchaus auch auf andere Protagonisten und Facetten dieser von wildem Denken, grellen Farbenspielen und extravaganten Konzepten geprägten Protestkunst anwendbar ist.
Tropicália entstand aus dem Geist einer kritischen Aneignung von Kunst- und Modeströmungen aus der Ersten Welt, um ein Konzept, das aus Partikeln und Fragmenten kultureller Artefakte eine Art ästhetischen Meta-Brasilianismus konstruierte. Ohne explizit politisch im Sinne der orthodoxen Linken aufzutreten, richtete sich die vitale Energie, die Lust am schrillen Spektakel und die zunehmende Fokussierung auf eine partizipatorische Kunst vor allem gegen die bleierne Zeit des brasilianischen Militärregimes.
Künstlerische Anarchie
Die Ausstellung präsentiert einen historischen Querschnitt durch die Vielfalt des kurzen Sommers der künstlerischen Anarchie und zeigt den kreativen Impuls, der von Tropicália ausging, in Arbeiten zeitgenössischer brasilianischer Künstler wie Rivane Neuenschwander oder Ernesto Neto.
Tropicàlia - Die 60s in Brasilien
bis 2. Mai
Kunsthalle Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien
Täglich 10 - 19 Uhr
Donnerstag 10 - 21 Uhr

