Mittwoch, 13. Jänner 2010

Bruce Willis. Mit ‚Surrogates – Mein zweites Ich‘ im Kino, Selbsterkenntnis im NEWS-Talk

  • "Ich war so ein Arschloch" sagt Bruce Willis zu NEWS
  • Alles über seinen neuen Film und das Interview

Haudrauf-Pionier Bruce Willis, wieder im kräfteraubenden Einsatz. Diesfalls in der technologiekritischen Dystopie „Surrogates – Mein zweites Ich“. In dem optisch perfekt durchgestylten Sci-Fi-Thriller macht es sich die Menschheit kollektiv in den ­globalen Wohnzimmern gemütlich, während sie den Alltag auf den Straßen, in Lokalen und Büros stellvertretend von humanoiden Robotern erledigen lässt. NEWS traf den Superstar zum Gespräch über Jugendsünden, ­Alterserscheinungen, Hightech und Schönheitswahn.

NEWS: Dieser Film ist, ganz im Gegensatz zu Ihrem harten „Stirb langsam“-Image, ein Versuch, ihre verletzliche Seite zum Strahlen zu bringen. Hat Sie das gereizt?
Willis: Natürlich! Ich hätte den Film nie gemacht, wenn es nicht um einen Mann gegangen wäre, der seine inneren Dämonen überwinden muss, einer, der leidet, weil er seine Frau verloren hat. Wäre es nur darum gegangen, in digital ausgefeilten Szenen zu zeigen, wie ich über Busse springen kann oder über große ­Container, ich hätte den Film nie gemacht.

News: Man könnte das als Metapher für den Schönheitswahn Hollywoods deuten. Wie gehen Sie mit diesem heute um, da Sie über fünfzig sind?
Willis: Ich mag es, wie ich heute aussehe. Ich mag die Linien meines Gesichtes. Im Film wurden meine Gesichtszüge digital geglättet. Und ich war schockiert. So hab ich nie ausgesehen! Nicht mal als Kind. Hollywood aber ist nun mal das Zen­trum der Schönheitskorrektur. Aus der ganzen Welt kommen die Menschen hierher, um sich ihr Gesicht zurechtschneiden zu lassen. Aber das hält nie lang, und ich habe ein Problem damit. Warum mögen wir uns nicht, wie wir sind? Es ist ein ­Riesenbusiness, und es wird viel Geld ­dafür ausgegeben. Aber ich gehe raus, wie ich bin, ich lasse niemals an mir ­rumschnipseln.

NEWS: Was machen Sie heute anders?
Willis: Ich versuche, ständig an mir zu ­arbeiten. Als ich jünger war und als Schauspieler Erfolg zu haben begann, wusste ich nicht, wie man sich benimmt. Mir fehlte jegliche Bescheidenheit. Ich war so ein Arschloch! Ich fand heraus, dass ich so nicht sein wollte. Ich versuche, meinen Kindern heute ein Vorbild zu sein, in jeder Situation das Richtige
zu tun.

NEWS: Was war Ihr Lieblings-Weltretter-Part?
Willis: Ich mochte „Das fünfte Element“, ich denke, das war ein Knaller. An ­„Surrogates“ mochte ich weniger das Weltrettertum, sondern dass das Ende ­offen ist, keinesfalls als Happy End zu ­sehen ist. Am Ende steht die Frage: Und wie geht es weiter? Das gefällt mir.

(Nadja Sarwat)

Alle Facts zum neuen Film und das ausführliche NEWS-Gespräch lesen Sie jetzt in NEWS 02/10

13.1.2010 10:51

Kino

Men in Black 3

Komödie, Science Fiction - USA, 2012

Regie: Barry Sonnenfeld

Mit: Will Smith, Josh Brolin, Tommy Lee Jones, Alice Eve, Emma Thompson

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