Dienstag, 12. Jänner 2010

Ein "manipuliertes Ergebnis" zu erwarten:
Funktionäre laut Bucher unter Druck gesetzt

  • "Scheuch-Regime" beeinflusst vor Landesparteitag
  • Bundes-BZÖ ortet klare Mehrheit gegen die Fusion

Das BZÖ rechnet am Landesparteitag der Kärntner Freiheitlichen mit einem "manipulierten Ergebnis", zumal auch die Delegierten von Uwe Scheuch beeinflusst seien. "Unsere Bedenken, dass Funktionäre bedrängt, manipuliert und unter enormen Druck gesetzt werden, wurden bestätigt", erklärte Bündnisobmann Josef Bucher bei einer Pressekonferenz. Er forderte einmal mehr die Offenlegung des Scheuch-Strache-Pakts sowie eine Urabstimmung am Parteitag.

Generalsekretär Stefan Petzner wartete mit einigen Beispielen auf, wie offenbar versucht werde, die Delegierten-Liste zu manipulieren. So sei etwa die Ortsparteiobfrau in Finkenstein, Johanna Trodt-Limpl, von einer Dame ersetzt worden, die zwar kein Mitglied der Ortspartei, jedoch bereit sei, für das "Scheuch-Regime" zu stimmen, so Petzner. Nach der Androhung rechtlicher Schritte in einem Brief an die Bezirkspartei habe Trodt-Limpl ihre Delegiertenkarte erhalten - es habe sich um einen "Irrtum" gehandelt, hieß es. Laut Petzner werde "auf diktatorische Art und Weise über Leute drübergefahren": "Das sind keine Einzelfälle, das hat Methode."

Bucher pochte darauf, die Funktionäre im Vorfeld des Parteitages über die Abmachung zwischen Scheuch und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache zu informieren: "Die Delegierten werden hinters Licht geführt und zu einer Abstimmung gezwungen, ohne zu wissen worüber sie abstimmen." Das von Scheuch geplante CDU/CSU-Modell etwa sei bei einer Bundeswahl rechtlich gar nicht umsetzbar. "Die Kärntner treten als FPÖ an, anders ist das nicht möglich", so der Bündnischef.

"Klare Mehrheit gegen Fusion"
Das Bundes-BZÖ war in den vergangenen Tagen auf Kärnten-Tour. "Wir wissen aus Rückmeldungen, dass von den 5.800 Mitgliedern eine klare Mehrheit gegen die Fusion, den Anschluss an Strache ist", so Petzner. Er befürchtet, dass Scheuch am Parteitag offen über die Kooperation abstimmen lässt. Ob das BZÖ einen Gegenkandidat zu Scheuch ins Rennen schickt, ließ man weiterhin offen.

Wie unausgegoren Scheuchs Pläne seien, erläuterte Bucher an einem weiteren Beispiel, nämlich den drei inzwischen fraktionslosen früheren Kärntner BZÖ-Abgeordneten: "Sie haben jetzt keine Möglichkeit für parlamentarische Instrumente und sind nicht in Ausschüssen vertreten. Das kann nicht Ziel einer starken Landespartei sein. Das ist eine einzigartige Schmach für Herrn Scheuch."

Scheuch kritisierte das Bundes-BZÖ am Dienstag in einer Aussendung für dessen "Schmutzkübelkampagne" gegen Kärntner Delegierte. Mit bewusster Falschinformation, durch Irritationen und Negativ-Kampagnen werde versucht, einen Keil in die Kärntner Landesgruppe zu treiben. Eine Überprüfung des Parteitages, der Delegiertenliste und der Tagesordnung einen unabhängigen Notar soll die hundertprozentige Statutenkonformität bewiesen werden. "Dem Bundes-BZÖ gehen einfach die Argumente aus", stellte Scheuch fest.

(apa/red)

12.1.2010 14:47
geronimo75, 12. 01. '10 15:40
Korrektur
nicht rausnimmt ... sondern rausnehmen, man möge verzeihen
geronimo75, 12. 01. '10 15:40
Schuster bleib bei den Leisten
Wie man sieht fällt es jedermann schwer in die Fussstapfen eines Jörg Haider zu treten. Das war ja von vornherein auch klar. Unverständlich ist womit sich eigentlich Günstlinge wie Herr U Scheuch diese unverfrorene Frechheit rausnimmt den großen Zampano zu spielen. Wer ist dieser Herr Scheuch? Woher kam er? Was hat er bis heute erreicht? Echte Helden, wie er sich selbst ja gerne bezeichnen würde, sind aus anderem Holz gestrickt. Haiders Politik war geprägt von der Unterstützung an das Volk. Sein sich selbst als solches bezeichnetes Nachfolgeteam - eine Rumpftruppe ohne Gleichen - achtet nur darauf sich selbst zu vermarkten um einen gut dotierten Arbeitsplatz zu erhalten. An der eigentlichen Arbeit eines Politikers - Diener des Volkes - besteht nicht im mindesten ernsthaftes Interesse.
sidestep, 12. 01. '10 18:15
Re: Schuster bleib bei den Leisten
Auf die Frage, wo Scheuch herkommt gibt es eine einfache Antwort. Haider hat diese Leute, die heute Kärnten in den Abgrund führen, groß gemacht. Aus- und Ende! Das haben wir alles Haider zu verdanken, dass solche Möchtegernpolitiker heute die großen Zampano sind. Unter Haider haben sie sich geduckt nach oben zu ihm im wahrsten Sinne des Wortes geleckt und nach unten getreten. So haben sie sich hochgestrampelt. alles klar? Heute nach seinem Tod leben sie das aus, was sie unter Haider nicht durften!