Dienstag, 12. Jänner 2010

Praktikantensuche eine "miese Politshow":
Eigene Partei-Mitglieder belegen Top-Plätze

  • Vom JVP-Bezirksobmann bis zu Gemeinderäten
  • Unbezahltes Praktikum bei Josef Pröll in der Kritik

Die Chance, dass Vizekanzler Josef Pröll Ende Jänner ein schwarzes Parteimitglied als "Superpraktikant" zur Seite haben wird, ist groß: Unter jenen Bewerbern, die sich derzeit in den Top-Ten (Stand: 12. Jänner 2010) befinden, sind mindestens fünf der ÖVP zuzurechnen - die Funktionen der Kandidaten reichen vom JVP-Bezirksobmann bis zur jungen Gemeinderätin der Volkspartei. Die sozialistische Jugend spricht von einer "miesen Politshow".

Der 16-jährige Felix Horvat will "als Superpraktikant viel von unserem erfolgreichen Vizekanzler, Finanzminister und Bundesparteiobmann lernen". Die Chancen für den Bezirksgeschäftsführer der JVP Penzing in Wien stehen nicht so schlecht, immerhin führt er drei Tage vor dem Ende des Votings das Ranking an. Doch auch andere Parteikollegen wollen eine Woche an der Seite des ÖVP-Chefs verbringen: Neben Horvat finden sich unter den Top-Ten noch Marina Mutz, VP-Gemeinderätin in Palterndorf (NÖ), Nikolaus Granser, Bezirksobmann der JVP Hollabrunn (NÖ), Johannes Kruty, der für die Volkspartei im Gemeinderat in Gänserndorf (NÖ) sitzt und Cornelia Rößler von der steirischen JVP.

Starke Kritik an diesem Umstand kommt von der Jugendorganisation des Regierungspartners. Die Sozialistische Jugend spricht in einer Aussendung von eine "miesen Politshow" und vermutet, dass nur ÖVP-Parteigänger eine Woche mit Josef Pröll verbringen wollen. Und ein weiteres Mal im Kreuzfeuer: Die Nichtbezahlung des Praktikums. Gefordert wird ein "PraktikantInnengesetz", in dem genau das verhindert werden soll.

Bis 15. Jänner kann man seine Stimme noch auf www.superpraktikant.at abgeben, die besten fünf schaffen es ins Finale. Wer schließlich das Rennen macht, entscheidet sich am 21. Jänner in einer Finalshow, bei der die fünf besten Kandidaten unter den Augen des ÖVP-Chefs und weiteren Jurymitgliedern verschiedene Aufgaben lösen müssen. Bis dahin heißt es für die Bewerber noch einmal anstrengen, immerhin soll Pröll nach den Worten eines JVP-Kandidaten am Ende sagen: "Schön dass es angagierte (sic!) Jugendliche gibt".

(apa/red)

12.1.2010 10:08
Vasant, 13. 01. '10 10:08
1 Woche mit Pröll?
Also nicht mal, wenn man mich bezahlen würde
würd ich mich mit der ÖVP sprich dem Pröll abgeben!

Der Felix Horvat kann eindeutig nur bezahlt sein, denn wo
sieht der einen erfolgreichen Vizekanzler, Finanzminister
und Bundesparteiobemann bzw. wen meint der?

Eine Politcastingshow ... das Konzept ist ja nicht mal so
blöd, aber das hat sicher eine Agentur entworfen und
nicht mal ein ÖVP Fritzi;) Stimmenfang mit allen Mitteln!

So entsteht halt der Eindruck, dass die ÖVP sich für die
"Menschen" interessiert und Parteinähe wird vorgespielt!

Übrigens ... seit der Pröll aus dem "verdienten" Mauritius
Urlaub zurückgekommen ist, hängt sein Doppelkinn noch
weiter zum Bauch runter;)
write, 13. 01. '10 06:51
Na und?
Für die derzeit Führende dauervotet dafür eine ganze Schule auf "Empfehlung" der Besitzerin dieser Schule!
Der Mutter der Kanditatin....
Sogar die Eltern werden per Mail aufgefordert zu voten!
Dieses ganze Voting ist doch ein Kasperltheater!
maierhofer____, 12. 01. '10 17:36
haha
Die haben doch mit 500 Euro in der Woche geworben?
antikapitalist, 12. 01. '10 10:43
und schon gehts wieder weiter,
wie kann ich den anderen mir dreck bewerfen!!!gratulation liebes politgesindel!!!