Montag, 11. Jänner 2010

Eberau endgültig vom Regierungstisch?
Fekter & Darabos fahnden nach Alternativen

  • Nicht nur im Süden - Setzen sich Frist bis Ende Jänner
  • Aufenthaltspflicht? Fekter kündigt einen Entwurf an
    Schärfere Sanktionen für säumige Länder geplant

Die Regierung geht das Projekt "Erstaufnahmezentrum für Asylwerber" neu an. Innenministerin Maria Fekter und Verteidigungsminister Norbert Darabos verständigten sich in einem Vier-Augen-Gespräch darauf, eine Suche nach Alternativstandorten zu dem geplanten und umstrittenen Projekt im burgenländischen Eberau bis Ende Jänner vorzunehmen. In Frage kommen nicht mehr - wie im Regierungsprogramm vereinbart - Standorte im Süden, es werden alle Bundesländer angeschrieben.

Fekter meinte, "wenn es jemand freiwillig haben will", sei sie keinem Standort abgeneigt. Gesucht werde nun nach Bauobjekten mit mehr als 1.000 Quadratmetern. Hier kämen aufgelassene Grenzstationen ebenso in Frage, wie frühere Polizeidienststellen und Kasernen. Gespräche über passende Gebäude werde es mit den Landeshauptleuten und der Bundesimmobiliengesellschaft geben.

Ob Eberau als Standort überhaupt noch in Frage kommt, beantwortete Fekter nicht eindeutig. Hier müssen die Höchstgerichte noch klären, ob der Bau überhaupt möglich sei.

Verteidigungsminister Darabos betonte bei dem gemeinsamen Pressestatement mit Fekter, dass es jedenfalls keinen Bau eines Erstaufnahmezentrums ohne Einbindung der örtlichen Bevölkerung mittels Volksbefragung geben dürfe. Fekter hält hingegen solch ein Referendum nicht für unbedingt notwendig.

Aufenthaltspflicht: Fekter kündigt Entwurf an
Die Ministerin beharrt weiter darauf, dass es eine Aufenthaltspflicht in den Asylzentren geben soll. Worte wie Inhaftierung, Internierung oder Kasernierung wies sie in diesem Zusammenhang scharf zurück. Fekter will nun in Bälde der SPÖ einen verfassungskonformen Entwurf dazu übermitteln. Darabos zeigte sich gespannt, was ihm da vorgelegt werde: "Haft oder Einsperren steht für die Sozialdemokratie nicht auf der Tagesordnung."

Höhere Strafen für säumige Länder
Einig waren sich die beiden Minister, dass künftig schärfere Sanktionen für jene Bundesländer kommen könnten, die sich nicht an die vereinbarten Quoten für die Grundversorgung von Asylwerbern halten. Fekter kündigte an, sie werde den Ländern die entsprechende Vorschläge im Rahmen einer 15a-Vereinbarung vorlegen.

(apa/red)

11.1.2010 19:29
mmeinung, 12. 01. '10 14:53
Darabos
Ist jetzt Darabos der Innenminister? Zuerst sind sie sich im Regierungsprogramm einig und dann reden alle dagegen. Das nennt man Wort halten und die Dagegensprecher tun so als hätten sie nix gewusst und sind jetzt scheinheilig empört über die Vorgangsweise von Fekter....
antikapitalist, 12. 01. '10 10:45
das nenne ich produktives arbeiten!!
sie "einigen" sich,um später zu einer "einigung" zu kommen!!! es ist schwer vorstellbar,dass diese zwei psychopaten das auch schaffen!!
sidestep, 12. 01. '10 12:51
Re: das nenne ich produktives arbeiten!!
Da werden sich die Fekter und der Darabos aber bedanken wenn du sie Psychopathen nennst ha, ha, ha!
sidestep, 11. 01. '10 14:38
Ich hätte einen Vorschlag
Das neue Asylauffangzentrum soll in Villach in Kärnten stehen. Erstens Frau Fekter hätten sie dann der SPÖ eines ausgewischt, weil sie das Zentrum einem starken SPÖ-Bürgermeister vor die Nase gesetzt hätten und zweitens hätten Sie dem sich bei Gesetzen nicht auskennenden LH Dörfler (wurde ihm von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt attestiert) eines reingewürgt. Klingt doch super oder?
Vasant, 11. 01. '10 18:15
Re: Ich hätte einen Vorschlag
Mein Vorschlag .... UKRAINE!
Vasant, 12. 01. '10 09:47
Re: Ich hätte einen Vorschlag
Noch besser ... Israel, weil dort bauens eh gerade eine
Mauer und die Israelis sind ja alle sehr "fremdenfreundlich".
Da wirst schon von den Türmen mit Kugelhagel begrüßt;)))
Wien_1190, 13. 01. '10 08:18
Re: Ich hätte einen Vorschlag
Es ist leider Fakt, dass Österreich eines der reichsten Länder der Welt ist, insofern kann man es den Asylwerbern nicht verübeln zu uns zu kommen.

Nur es sollte langsam ein Schlussstrich gezogen werden, denn die flaschen Leute leiden darunter, nämlich die die echt Asyl brauchen weil sie verfolgt werden, nur die werden übertönt von Leuten die das Asylrecht ausnutzen! Leider! Es hat niemand was dagegen Leuten zu helfen(auch wenn man nicht wirklich gefragt wird) nur es kann und darf nicht sein das man als Österreicher drunter leidet!!!