Von Sofa-Surfern und Trockenschwimmern:
Ein Drittel der Österreicher sind Sportmuffel
- Sportlich: Am liebsten wird in die Pedale getreten
- Laufen und Wandern belegen Platz zwei und drei

·Österreicher sind richtige Sportmuffel
Ein Drittel bleibt lieber zuhause auf der Couch
Die Österreicher, ein Volk von Sofa-Surfern und Trockenschwimmern: Ein Drittel betreibt keinerlei Sport. Weniger Menschen als noch vor einigen Jahren gehen Outdoor-Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Skifahren oder Wandern nach. Wintersportarten befinden sich generell im Abwärtstrend. Das sind Eckdaten aus dem Sportmonitor 2009, den das Institut für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) vorgelegt hat.
Etwa ein Drittel der Österreicher kann nach Angaben von Institutsleiter Peter Zellmann als sportlich bezeichnet werden. In etwa genauso viele betreiben nur selten Sport, ein weiteres Drittel gar nicht. "Über die Jahre hinweg hat sich dieses Verhältnis nur wenig geändert", konstatierte Zellmann.
Radfahren als beliebteste Sportart
Die am häufigsten ausgeübte Sportart ist Radfahren. Elf Prozent treten mindestens einmal wöchentlich in die Pedale. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, wurde allerdings seit 1987 nicht mehr so wenig geradelt wie im vergangenen Jahr. "Je mehr das Rad als Verkehrsmittel im Alltag verwendet wird, desto weniger wird es offensichtlich als Sportgerät verwendet", meinen die Studienautoren.
Laufen auf Platz zwei
Zehn Prozent der Österreicher laufen mindestens einmal in der Woche. Seit 2000 ist dieser Anteil stabil geblieben. 61 Prozent joggen nie. Auf Platz 3 der am öftesten ausgeübten Sportarten liegt das Wandern. Acht Prozent betreiben diesen Sport regelmäßig. Es ist außerdem die Sportart mit den wenigsten Nichtaktiven: Nur 35 Prozent der Österreicher wandern nie.
Wandern, Radfahren und Skifahren weisen aber generell einen rückläufigen Trend auf: Weniger Menschen als in den Jahren zuvor betreiben diese Sportarten regelmäßig. "Der Outdoor-Boom scheint vorbei zu sein", so Zellmann. Schwimmen sei die einzige Sportart, deren Ausübung konstant steigenden Zuspruch finde.
Schlechte Aussichten für Wintersport
Abwärts geht es laut IFT auch mit den Schneesportarten: Der Anteil der Nicht-Wintersportler ist seit Jahren annähernd stabil, während immer weniger regelmäßig bzw. gelegentlich Wintersport betreiben. Am häufigsten wird immer noch Ski gefahren: Fünf Prozent tun dies regelmäßig, aber 57 Prozent nie. 1987 gingen noch fünf Prozent regelmäßig Langlaufen. 2009 war es nur mehr ein Prozent. Und auch nur ein Prozent fährt regelmäßig Snowboard.
(apa/red)
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