Dienstag, 12. Jänner 2010

Asylzentren in allen neun Bundesländern:
Vorschlag der Diakonie soll Lage verbessern

  • Brächte Entlastung für Traiskirchen und Thalham
  • Trennung von Erstaufnahme und behördlicher Prüfung

In der Diskussion um ein weiteres Asyl-Erstaufnahmezentrum fordert die Diakonie ein ausdifferenziertes Aufnahmesystem für Österreich. "Dadurch wäre eine Entlastung der beiden derzeit bestehenden Erstaufnahmezentren in Traiskirchen und Thalham möglich, bei gleichzeitiger Kosteneinsparung, Effizienz und Gerechtigkeit", zeigte sich Direktor Michael Chalupka in einer Aussendung überzeugt.

Kernpunkt des Diakonie-Vorschlags ist die zeitliche und räumliche Trennung der Bereiche Erstaufnahme und behördliche Prüfung. Nach einer in wenigen Tagen abzuschließenden Erstbefragung samt medizinischer und psychischer Anamnese und Feststellung des Betreuungsbedarfs sollen die Asylwerber in eine Betreuungsstelle des Bundes verlegt werden, von denen es nach Vorstellung der Diakonie in jedem Bundesland eine geben könnte. Sie sollten eine Maximalgröße von 100 bis 150 Bewohnern haben und an Orten mit guter infrastruktureller Anbindung liegen.

Nach Abschluss des Zulassungsverfahrens könnte der Bescheid zugestellt und der Asylwerber - bei Zulassung des Verfahrens - in ein Quartier im selben Bundesland überstellt werden.

Quoten besser gesteuert
Die Vorteile aus Sicht der Diakonie: Es gäbe keine kostenintensive Behördenstruktur in den Betreuungsquartieren des Bundes. Außerdem würden die Quoten besser gesteuert, da sich Asylsuchende bereits im Bundesland befänden und von dort, nach Zulassung ihres Asylverfahrens, in die Landesquartiere überstellt würden. Der Aufenthalts von Asylsuchenden im Erstaufnahmezentrum würde auf wenige Tage verkürzt, was eine deutliche Entlastung von Traiskirchen und Thalham brächte.

"Hätten wir in Österreich ein Ministerium für Migration, zu dessen zentraler Aufgabe auch der Flüchtlingsschutz zählen müsste, wäre die fragwürdige Idee eines Internierungslagers für Schutzsuchende wohl kein Thema", meinte Chalupka abschließend, "dafür aber die Arbeit an konstruktiven und bedarfsorientierten Betreuungsformen für Flüchtlinge."

(apa/red)

12.1.2010 10:43
galileo2, 21. 03. '10 08:30
Vorschlag der Diakonie soll Lage verbessern
mit einem pfaffen, der in der nacht dann die bubis kontroliert.
sidestep, 12. 01. '10 11:26
Ein Vorschlag
Ich erlaube mir - wie die Diakonie auch - einen Vorschlag zu machen. Sämtliche Pfarrhöfe in Österreich nehmen 3 - 5 Asylanten auf und kommen auch für deren Kosten auf. Wenn Sie wollen, dann können sie diese als Pfarrer ausbilden. Das wären zwei Fliegen auf einen Schlag. Wir hätten - aufgeteilt auf das gesamte Bundesgebiet - Platz für mehrere tausend Asylanten. Durch die relativ geringe Anzahl in jedem Pfarrhof würden diese nicht auffallen und das Problem der geringen Anzahl von Pfarrern wäre auch gelöst. Nun Herr Chalupka, der Sie nur mit guten Empfehlungen an den Staat glänzen, was halten sie von meiner Idee?
Wien_1190, 12. 01. '10 11:13
Und wie stellt man sich das vor..
..das man im sowieso schon überfüllten Wien nochmehr "hineinstopft"???

Das sind keine Lösungsvorschläge, es ist schon klar das man nicht alle auf einmal loswerden kann, bzw könnte schon nur legitim wäre es nicht!

Es müsste endlich ein Konzept geben, zur minderung der Einwanderer!... Es kann und darf nicht sein, dass wir die "Deppen" für alles sind seit die EU die Grenzen aufgemacht hat!
Seit 10Jahren arbeite ich nichtnur für mich sondern auch für 50.000 Immigranten! und darauf hab ich ehrlich gesagt keine Lust!

Ohne eine Pensionsvorsorgeversicherung hat man heute als Österreicher nichtmal mehr die Chance auf eine Mindestpension, wenn man 25Jahre vorrausblickend schaut, und das zum Großteil wegen Leuten die nicht angemeldet arbeiten gehen und somit keine Steuern zahlen!
Es spitzt sich zu
galileo2, 21. 03. '10 08:32
Re: Und wie stellt man sich das vor..
wie recht du hast, dem ist nichts hinzuzufügen.