In bester Gesellschaft
- Silvia Meister über die Kinder erfolgreicher Väter
- Harte Arbeit statt Privatjets und Platin-Kreditkarten

Attila Dogudan hat ein Imperium aufgebaut. Aus eigener Kraft. Mit immensem Arbeitseinsatz und absolutem Instinkt fürs Business. Restaurants, Hotels, Bars gehören heute zum Unternehmen des Catering-Königs. Wie schaffens die Kinder eines so erfolgreichen Vaters, auf dem Boden zu bleiben?
Indem er dafür sorgt, dass sie nicht abheben. Sie nicht mit Platin-Kreditkarten ausstattet, sondern sie dazu anhält, zu arbeiten, und ihnen damit die Chance gibt, sich zu Menschen zu entwickeln, die wissen, wie schwer man sich sein Geld verdient. Wie die Söhne von Attila Dogudan, die in New York erfolgreich eine Dependance der Traditionskonditorei Demel führen. Als liebenswerte, bodenständige Burschen werden sie von allen, die sie kennen, beschrieben. Letztendlich haben sie das ihrem Vater zu verdanken, dessen Satz Du weißt ja nicht, was du nicht weißt sie stets in den Ohren haben. So wie meine Freundin M., deren überaus vermögender Vater sie nach der Matura hinter die Wurstbudel eines Supermarktes in der tiefsten Schweiz schickte, damit sie das harte Arbeitsleben kennenlernt. Oder wie Karl Wlaschek jun., Sohn des legendären Billa-Gründers, der mir gesagt hat: Ich hab beim Libro an der Kassa angefangen. Und ich hab dort viel gelernt. Schnell tippen und viel fürs Leben. Ob aus reichen Kindern Menschen werden, entscheiden die Eltern.
