UniCredit kratzt vier Milliarden zusammen:
Bank Austria-Mutter stockt Aktienkapital auf
- Frisches Anlegergeld macht Staatshilfe überflüssig
- Hälfte des neuen Kapitals geht an die Bank Austria
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UniCredit ist bald um vier Milliarden reicher: Die Mailänder Mutter der Bank Austria holt sich frisches Aktienkapital, um kein Staatsgeld in Anspruch nehmen zu müssen. Genau 3,999 Mrd. Euro sollen bis Ende Jänner in die Kassen der italienischen Großbank fließen - und von dort zu einem guten Teil weiter zur Bank Austria.
Der UniCredit-Aufsichtsrat hat beschlossen, die neuen Aktien zu einem Emissionspreis anzubieten, der um 29 Prozent unter dem aktuellen Referenzkurs liegt. Der endgültige Emissionspreis beträgt 1,589 Euro je Aktie, bis zum 29. Jänner können die neuen Aktien gezeichnet werden.
Wesentliche UniCredit-Aktionäre haben sich bereits vorweg zum Erwerb neuer Aktien verpflichtet, teilte UniCredit mit. Die Mailänder Börse reagierte positiv auf die Bekanntgabe des Emissionspreises der neuen UniCredit-Aktien. Die Papiere der Mailänder Bank legten in Mailand um 1,93 Prozent auf 2,38 Euro zu.
Nach der Kapitalerhöhung wird UniCredit mit der Neuorganisation des Italien-Geschäfts beginnen. Der Umstrukturierungsplan sieht den Zusammenschluss von UniCredit mit den Töchtern Banco di Roma und Banco di Sicilia vor. Nach bisherigen Plänen soll allerdings die Hälfte des Emissionserlöses zur Kapitalstärkung in die für Osteuropa zuständige Tochter Bank Austria nach Wien fließen.
(apa/red)
