Dienstag, 5. Jänner 2010

Schlechter Saisonstart für Jürgen Melzer:
Aus bereits in erster Runde von Brisbane

  • Österreicher scheitert an australischem Qualifikanten
  • PLUS: Tennis-Center in Auckland wurde evakuiert

Österreichs Tennis-Topspieler haben einen rabenschwarzen Saisonstart erlebt. Nach Sybille Bammer ist auch Jürgen Melzer beim Hartplatz-Turnier in Brisbane bereits in der Auftaktrunde ausgeschieden. Der als Nummer sechs gesetzte Niederösterreicher musste sich dem australischen Qualifikanten Matthew Ebden überraschend klar in zwei Sätzen mit 5:7,1:6 geschlagen geben.

Im ersten Spiel seit seinem Wien-Triumph am 1. November 2009 hielt der Deutsch-Wagramer den ersten Satz noch offen, ein Break reichte dem Lokalmatador aber zum Gewinn des ersten Satzes. Danach war Melzer chancenlos, nach etwas mehr als einer Stunde durfte sich der 22-jährige Weltranglisten-285. im ersten Duell mit dem Österreicher bereits über die Sensation freuen. Österreichs Nummer eins erlitt damit auf dem angestrebten Weg in die Top-20 gleich zu Beginn einen Rückschlag, im Vorjahr war er beim Saisonauftaktturnier zumindest noch ins Achtelfinale vorgestoßen.

Tennis-Center evakuiert
Melzer hat im Einzel in der kommenden Woche in Auckland noch eine Chance, vor den Australian Open seine Form zu finden. Das Tennis-Center in Auckland, in dem in dieser Woche ein Damen-Turnier stattfindet, wurde übrigens aus Sicherheitsgründen evakuiert, nachdem eine unbeaufsichtigte Tasche gefunden worden war. "Wir haben mit dem Besitzer gesprochen, es wurde nichts Gefährliches gefunden", sagte Inspektor Kerry Watson. Nach 20 Minuten konnten die Spiele fortgesetzt werden.

Vor der Halle hatten auch zehn Personen gegen die schlechte Behandlung von Palästinensern in Israel sowie dahingehend gegen die Teilnahme von Shahar Peer im Turnier protestiert. Laut Polizei habe es aber keine Verbindung der beiden Aktionen gegeben. Die Israelin zeigte sich jedenfalls unbeeindruckt und feierte einen klaren 7:5,6:3-Erstrundenerfolg gegen die Slowenin Polona Hercog. "Ich mag dieses Turnier, es ist unverständlich, dass jemand glaubt, dass es meine Schuld ist, dass es Probleme auf der Welt gibt", sagte Peer, die auch schon in der vergangenen Saison mit ähnlichen Protesten in Auckland konfrontiert war.

(apa/red)

5.1.2010 11:17