Dienstag, 5. Jänner 2010

Zwölf Österreicher beim Tournee-Finale:
Martin Koch springt in Quali am weitesten

  • Martin Koch meldet sich mit einem 140-Meter-Satz
  • Schlierenzauer von den Top-Leuten am weitesten

Österreichs "Adler" sind am Dreikönigstag zum Abschluss der Vierschanzen-Tournee in Bischofhofen nicht nur an der Spitze sehr gut aufgestellt. Insgesamt zwölf ÖSV-Springer sind vor voraussichtlich 25.000 Zusehern auf der Paul-Außerleitner-Schanze im Einsatz, denn zusätzlich zu den vier Top-Ten-Leuten schafften acht weitere Athleten den Sprung in den K.o.-Durchgang.

Das Hauptaugenmerk lag freilich auf Leader Andreas Kofler und seinen unmittelbaren Verfolgern in der Gesamtwertung, Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl, Janne Ahonen und Simon Ammann. Ahonen ließ die Quali überhaupt aus, Ammann landete nur bei 124,5 Metern. Schlierenzauer war mit 136,5 m der Beste der Gesamtsieganwärter und in der gemischten Wertung auch zweitbester Mann des Feldes. An der Spitze schien Martin Koch nach einem 140-m-Satz auf. Der Kärntner trifft nun im K.o.-Duell auf Ahonen.

"Locker runterspringen, und versuchen den Anlauf zu drücken, damit vielleicht der eine oder andere nicht so gut schläft heute", lautete die Ankündigung von Schlierenzauer, der freilich weiß, dass er auf Grund seines Potenzials bei geringem Anlauf die besten Chancen hat, den Rückstand von 14,6 Punkten auf Kofler aufzuholen.

Schlierenzauer könnte ja am Mittwoch Tournee-Geschichte schreiben. Er hatte nach dem Auftaktbewerb als Neunter von Oberstdorf nicht weniger als 36,4 Punkte Rückstand auf Sieger Kofler. Sollte er die Tournee noch gewinnen, wäre er der Sieger, der nach dem ersten Bewerb den meisten Rückstand auf den Auftakt-Leader hatte und noch gewinnt.

Kofler angeblich noch nicht nervös
Kofler, der mit 132,5 m vier Meter kürzer sprang als sein Hauptkonkurrent, sah es locker: "Es ist noch nicht der Wettkampftag. Ich bin momentan noch gar nicht nervös", behauptete er am Vorabend des vielleicht größten Tages in seiner Karriere.

Die Tageshöchstweite von 141 m ging ausgerechnet an Thomas Morgenstern, der sich am Montag in der Ramsau abseits vom Trubel wieder auf Vordermann gebracht hat. "Ich habe super ansetzen können in den ersten beiden Trainingssprüngen. Es war wichtig, damit ich mehr Sicherheit kriege, und es hat gefruchtet."


(apa/red)

5.1.2010 18:23