Kein Sieg für Österreichs Snowboarder am Kreischberg: Anderson gewinnt Parallel-RTL
- Prommegger wird Zweiter, dahinter ÖSV-Kollege Karl
- Damenbewerb geht an Saurbreij, Kreiner auf Platz 4

Österreichs Snowboarder sind beim Weltcup am Kreischberg knapp am Sieg vorbei gefahren. Bei den Herren musste sich Andreas Prommegger am Dreikönigstag erst im Finale des Parallel-Riesentorlaufs dem Kanadier Jasey Jay Anderson geschlagen geben und belegte vor Benjamin Karl Platz zwei. Bei den Damen war Marion Kreiner als Vierte beste Österreicherin. Der Sieg ging an Nicolien Saurbreij (NED).
2.000 Zuschauer drückten den rot-weiß-roten Ridern am Dreikönigstag am Schauplatz der WM 2003 die Daumen. Die Hoffnungen auf einen neuerlichen Doppelsieg blieben auch lange aufrecht, obwohl Vorjahressiegerin Doris Günther schon im Achtelfinale und Heidi Neururer im Viertelfinale gegen die starke Kanadierin Alexa Loo ausschieden.
Im Halbfinale erwischte es auch Lokalmatadorin Kreiner gegen Loo, die Steirerin verlor dann auch noch das kleine Finale gegen Slalom-Weltmeisterin Fränzi Mägert-Kohli aus der Schweiz. "Schade. Ich hätte gegen Loo fast noch einen Penalty aufgeholt. Ein Podium wäre schön gewesen, daheim ist der Druck aber immer besonders groß", sagte die Grazerin. "Aber der Weg Richtung Olympia stimmt."
Karl und Prommegger treiben Puls in die Höhe
Das tut er nicht nur bei den ÖSV-Damen, wo sich ein halbes Dutzend um die vier Olympia-Startplätze im Parallelbereich matcht, sondern auch bei Österreichs Herren. Das Halbfinale zwischen dem Niederösterreicher Karl und dem Salzburger Prommegger war das knappste Duell des Tages, nur dass sich im Gegensatz zu Telluride diesmal etwas überraschend Prommegger durchsetzte.
Erst gegen den Snowboard-Giganten Anderson ging der Traum vom dritten Erfolg auf Weltcupebene zu Ende. Damit sind die ÖSV-Boarder in der Olympiasaison in sechs Parallel-Riesentorläufen (Damen und Herren) noch sieglos, nur Karl hat beim Hallenslalom in Landgraaf bisher gewonnen.
(apa/red)
