Ivo Josipovic neuer kroatischer Präsident: SDP-Kandidat nahe an Zwei-Drittel-Mehrheit
- Rivale Bandic muss sich deutlich geschlagen geben
- Aktueller Präsident Mesic noch bis Februar im Amt

Der nächste Präsident von Kroatien heißt mit größter Wahrscheinlichkeit Ivo Josipovic. Bei der am Sonntag abgehaltenen Stichwahl kam der offizielle Kandidat der oppositionellen Sozialdemokraten (SDP) laut inoffiziellen Ergebnissen der kroatischen Wahlbehörde DIP auf 61,2 Prozent der Stimmen. Exit Polls sagten ihm rund 65 Prozent der Stimmen voraus.
Herausforderer Milan Bandic kam laut den inoffiziellen DIP-Ergebnissen auf 38,8 Prozent, die Exit Polls hatten ihn bei knapp 35 Prozent gesehen. Im Lager des Zagreber Bürgermeisters und SDP-Dissidenten wurde die Niederlage nach den klaren Trends der Exit Polls eingestanden. Immerhin hätten aber rund 35 Prozent der kroatischen Wähler im Kampf "David gegen Goliath" für den unabhängigen Bewerber gestimmt, hieß es. Daher durfte der SPD-Generalsekretär Igor Dragovan auch frohlocken: "Heute wurde der dritte Präsident Kroatiens gewählt, er heißt Ivo Josipovic. Unser Dank gilt allen, die diesen Sieg ermöglicht haben."
Mesic noch bis Februar im Amt
Der aktuelle Präsident, Stjepan Mesic, ist noch bis Februar im Amt. Er war Anfang 2000 erstmals gewählt worden und durfte nach zwei Amtszeiten heuer nicht mehr antreten. Der Kandidat der Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft), Andrija Hebrang, war als Dritter bereits im ersten Durchgang vor zwei Wochen ausgeschieden. (apa/red)
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