"System hat auf desaströse Weise versagt":
Obama geißelt die Geheimdienste Amerikas
- Scharfe Kritik nach Spitzentreffen mit CIA und Co
- Personelle Konsequenzen vorerst nicht zu erwarten

·"Test"-Sprengstoff blieb unentdeckt
Sicherheitskontrolle bei Flug nach Dublin versagte
·Anti-Terrorkampf im Jemen und in Somalia
USA und Großbritannien sagen Staaten Hilfe zu
·Anschlag auf CIA-
Basis in Afghanistan
Selbstmordattentäter riss acht Agenten in den Tod
Die Sicherheitsdienste der USA haben nach dem Urteil von US-Präsident Obama rund um den Beinahe-Anschlag auf ein Passagierflugzeug zu Weihnachten kurz vor Detroit ihre Aufgaben nicht erfüllt. "Wenn ein mutmaßlicher Terrorist zu Weihnachten mit Sprengstoff ein Flugzeug besteigen kann, dann hat das System auf höchst desaströse Weise versagt."
"Es ist meine Verantwortung herauszufinden warum und den Fehler zu korrigieren, damit wir solche Attacken künftig verhindern können", sagte der sichtlich verärgerte US-Präsident nach einem Treffen mit seinen Geheimdienstchefs und ranghohen Sicherheitsberatern im Weißen Haus. Der Attentatsversuch hätte nach Worten von Obama im Vorfeld verhindert werden können.
Den Geheimdiensten hätten genügend Informationen dafür vorgelegen, sagte er. Die Anhaltspunkte seien aber nicht ausreichend analysiert und verknüpft worden. Ansonsten hätte der Nigerianer Abdulmutallab auf eine Liste unerwünschter Fluggäste gesetzt werden können.
Er wolle noch in dieser Woche Aufklärung darüber, was falsch gelaufen sei, sagte Obama weiter. Er forderte zudem "schnelles Handeln", um die Sicherheitslücken im System zu schließen.
Keine personellen Konsequenzen
Die USA würden das internationale Terrornetzwerk Al-Kaida ins Visier nehmen, wo auch immer die Extremistengruppe Fuß fasse, fügte er hinzu. Personelle Konsequenzen für seine Sicherheitsdienste zog Obama vorerst nicht.
Unterdessen wurden in den USA zwei Flughäfen wegen Bombenverdachts vorübergehend geräumt. Ein abgestelltes Gepäckstück im Ankunftsbereich des Internationalen Flughafens in Minneapolis führte zur Evakuierung eines Terminals. Der Verdacht entpuppte sich nach Aussagen einer Flughafensprecherin jedoch als Fehlalarm. Nach eineinhalb Stunden lief der Betrieb wieder normal.
Zuvor hatte ein Koffer mit mutmaßlich giftigen Substanzen zur Schließung eines kleinen Airports in Kalifornien geführt. Der Provinz-Flughafen von Bakersfield wurde evakuiert, nachdem zwei Mitarbeiter bei der Kontrolle des Gepäckstücks offenbar giftige Dämpfe eingeatmet hatten. Das Ganze erwies sich aber als falscher Alarm.
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
