Darabos wünscht sich Verbleib von Arigona:
Humanitäres Bleiberecht wäre "angebracht"
- Innenminister fürchtet Ikonisierung des Mädchens
- Kritik an Fekters Vorgehensweise in Causa Eberau

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FORMAT: "Asyl muss
zur Ländersache werden"
Verteidigungsminister Norbert Darabos spricht sich für einen Verbleib von Arigona Zogaj in Österreich aus. "Persönlich würde ich mir das wünschen", sagte er in der "Presse am Sonntag". Angesichts vieler anderer Fälle solle keine "Ikone" hervorgebracht werden. "Aber prinzipiell hielte ich ein humanitäres Bleiberecht für angebracht - auch wenn ich weiß, dass die Mehrheit der Österreicher das nicht so sieht."
Der Minister verwies darauf, dass die Familie Zogaj seit Jahren in Österreich integriert sei. Das Mädchen spreche mit oberösterreichischem Dialekt.
Kritik an Fekter wegen Eberau
In Sachen Asyl-Erstaufnahmezentrum Eberau kritisierte Darabos Innenministerin Maria Fekter. Sowohl der Ort als auch die Vorgangsweise - inklusive Übergehen des Koalitionspartners - seien falsch gewesen. Information und Einbindung der Bevölkerung wären nicht einfach gewesen, räumte er ein: "Aber diese Vorgangsweise hat uns auch für weitere Asylzentren in Österreich die Tür zugeknallt. Denn jetzt ist das Misstrauen der Bevölkerung gewachsen, weil sie gesehen hat, dass ein Regierungsmitglied nicht bereit ist, mit offenen Karten zu spielen."
(apa/red)
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