'Wer lässt sich schon so anlügen?' Faymann
kritisiert das Vorgehen der ÖVP in Eberau
- Bundeskanzler gibt sich im NEWS-Interview angriffig
- SP-Chef: "Notfalls wird daraus öffentlicher Konflikt"

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Bundeskanzler Werner Faymann bleibt im NEWS-Interview bei seiner harten Kritik an der Vorgangsweise des Koalitionspartners ÖVP in Sachen Eberau und legt noch eins drauf: "Wer lässt sich schon so anlügen? Wegen der Art und Weise, wie das jetzt gemacht wurde, gibt es wahrscheinlich keine Gemeinde, die zustimmt."
Und Faymann zieht eine klare Grenze zur ÖVP: "Der Bundeskanzler muss sich hinstellen und sagen: So geht's nicht. Notfalls wird daraus ein Konflikt, auch ein öffentlicher Konflikt. Wenn's um Ehrlichkeit, um Geradlinigkeit, um das Ernstnehmen von Volksbefragungen geht: Das ist mir jeden Konflikt wert, egal mit wem." Er garantiere, dass überall, wo er Einfluss habe, das gelte, was die Bevölkerung sage. Er könne allerdings nicht die ÖVP-Politik übernehmen, das müsse schon die ÖVP selber garantieren.
Trotzdem sieht er das Koalitionsklima nicht gefährdet: "Ich würde fast sagen, die Debatte ist heilsam für all jene, die glauben, sie könnten in Zukunft so Politik machen. Wer glaubt, er kann in Gesundheits- und Schulreform nach Plan Eberau hintenherum irgendwen über den Tisch ziehen, wird hoffentlich gelernt haben: So scheitert man in der Politik."
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