Spielt Kärnten schon wieder Robin Hood?
Angeblich 8000 Karten für Eishockey verteilt
- Bestellung soll rund 300.000 Euro gekostet haben
- Beschuldigte Landespolitiker dementieren Bericht

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Einem Medienbericht zufolge sollen die Büros von Kärntner Spitzenpolitikern einige tausend Karten für das Eishockeyderby zwischem dem Klagenfurter AC und dem Villacher SV in der Klagenfurter Hypo-Arena bestellt und an Günstlinge weitergegeben haben. Die beschuldigten Freiheitlichen in Kärnten (FPK) und die ÖVP dementieren den Bericht.
Kommenden Samstag geht im Klagenfurter Stadion ein Sportereignis der eher unüblichen Art über die Bühne. Die beiden Kärntner Eishockey-Rivalen KAC und VSV haben ihr Derby nämlich in die eigentlich für Fußball und Konzerte vorgesehene Hypo Arena verlegt. Etwa 30.500 Zuseher werden sich das Freiluftderby in der adaptierten Arena ansehen.
Spendable Regierung?
Laut dem Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" sollen Kärntner Regierungsmitglieder sowie die Stadt Klagenfurt gut 8.000 Karten für das Spiel angekauft und an Günstlinge verschenkt haben. Allein das Büro von Landeshauptmannstellvertreter und FPK-Gründer Uwe Scheuch soll 1.600 Karten gekauft haben. Insgesamt sollen die Politbüros 300.000 Euro für Tickets ausgegeben haben. Die Verlegung des Derbys in die Hypo Arena hätte zudem nochmals 300.000 Euro verschlungen, die Haftung dafür habe die Stadt Klagenfurt unter BZÖ-Bürgermeister Christian Scheider übernommen, schreibt die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.
FPK dementiert
In einer Aussendung dementiert die FPK, dass Steuergeld für den Ankauf von Karten für das Freiluftderby verwendet wurde. Insgesamt handle es sich nur um rund 800 Karten, die einige Abteilungen der Landesregierung gekauft hätten und an Feuerwehren, Schulen, Sportvereine und Kärntner Jugendliche weitergeben hätten, teilen die Freiheitlichen in Kärnten mit. "Weder ich noch die ÖVP Kärnten, noch mein Regierungsbüro haben Karten für das Eishockeymatch in der Hypo Arena gekauft", versichert auch ÖVP-Landesrat Josef Martinz.
Der Landessportsprecher der Kärntner SPÖ, Alfred Tiefnig, greift die Landesregierung jedenfalls scharf an: "Als Ablenkung vom eigenen Unvermögen sollen die Karten unters Volk gebracht werden. Umso schlimmer ist dieses verheerende Zeichen mit dem Hypo-Skandal und der Landesbudgetmisere im Hintergrund."
(red)
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