Anti-Terrorkampf im Jemen und in Somalia:
USA und Briten sagen den Staaten Hilfe zu
- in Somalia ist Friedenssicherungstruppe erforderlich
- Jemen: Al-Kaida-Stellungen im Visier der US-Militärs
·Obama: Al Kaida trägt
direkt Verantwortung
Rede: Rechenschaft für Detroit-Anschlagsversuch
·Vereiteltes Attentat
fordert Konsequenzen
Lange Wartezeiten und
Kontrollen bei US-Reisen
·Helden von Flug 253 entgehen Anschlag
Vereitelter Terrorplan in Flugzeug zu Weihnachten
·Flugzeugattentat war
ein Werk der Al Kaida
Terrorgruppe aus Jemen
bekennt sich im Internet
·Neuer Vorfall auf der
Route Holland-Detroit
"Störender" Passagier
schließt sich am WC ein
·Versuchter Anschlag auf ein US-Flugzeug
Hatte Verdächtiger Kontakte zu Al-Kaida?
·EU überprüft ihre Sicherheitsregeln
Nach missglücktem Flugzeug-Anschlag

Die USA und Großbritannien wollen den gemeinsamen Anti-Terrorkampf im Jemen und in Somalia verstärken. Das Büro des britischen Premierministers Gordon Brown erklärte, zu den mit US-Präsident Barack Obama vereinbarten Maßnahmen gehöre die gemeinsame Finanzierung einer Sondereinheit der Polizei zur Terrorabwehr im Jemen, auch die Küstenwache soll mehr Unterstützung erhalten.
Beide Länder seien sich ferner einig, dass in Somalia eine "größere Friedenssicherungstruppe erforderlich" sei. Sie würden sich dafür im UNO-Sicherheitsrat einsetzen. Derzeit unterstützen 5.300 Soldaten der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) die schwache somalische Übergangsregierung gegen die bewaffnete islamische Opposition.
Die USA haben zurzeit keine Pläne zur Entsendung von Soldaten in den Jemen. Dies sei nicht im Gespräch, sagte der Terrorismusexperte des US-Heimatschutzministeriums, John Brennan, dem Sender Fox News. Die jemenitische Regierung habe ihre Bereitschaft bekundet, Al Kaida zu bekämpfen und werde dafür Unterstützung erhalten. Es sei nicht geplant, eine neue Anti-Terror-Front im Jemen zu eröffnen.
Al-Kaida-Stellungen im Jemen geraten nach dem vereitelten Flugzeug-Attentat von Detroit immer mehr ins Visier der US-Militärs. Wie US-Medien am Samstag berichteten, flog der Top-General David Petraeus zu einem Gespräch mit dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh nach Sanaa. Saleh soll dabei weitere Hilfe seines Landes im Anti-Terrorkampf angeboten haben. Bereits jüngste Angriffe auf mutmaßliche Al-Kaida-Stellungen im Jemen haben nach einem Bericht des US-Fernsehsenders CBS unter Führung der USA mit Unterstützung der jemenitischen Regierung stattgefunden.
Al-Kaida im Jemen verantwortlich
Obama machte erstmals direkt die Al-Kaida im Jemen für den Anschlagsversuch von Detroit verantwortlich. Der Täter Umar Farouk Abdulmutallab sei in den Jemen gereist, wo ihn die regionale Al-Kaida-Organisation ausgebildet und mit Sprengstoff versorgt habe, sagte Obama.
Die britischen Sicherheitsbehörden wussten einem Zeitungsbericht zufolge bereits vor drei Jahren von wiederholten Kontakten Abdulmutallabs zu islamischen Extremisten. Der heute 23-Jährige sei aber als ungefährlich für die nationale Sicherheit eingeschätzt worden. Daher seien keine Informationen an die USA weitergegeben worden.gesprochen.
(apa/red)
