Moussavi ist "bereit, für Volk zu sterben": Oppositionsführer sieht Iran in großer Krise
- Hat Freilassung politischer Gefangener gefordert
- Geheimdienstministerium droht Protestbewegung

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Der iranische Oppositionsführer Mir-Hossein Moussavi sieht sein Land in einer "ernsthaften Krise". In einer am Freitag veröffentlichten Botschaft forderte er die Freilassung der politischen Gefangenen. "Ich habe keine Angst, für die Bedürfnisse des Volkes zu sterben", erklärte er auf seiner Homepage. Zugleich warnte er vor einer weiteren Verschärfung der Lage.
Die Festnahme oder Tötung von ihm oder Oppositionspolitiker Mehdi Karroubi werde die Lage nicht beruhigen. "Drohungen ... werden interne Unruhen auslösen."
Moussavi forderte zudem Änderungen am Wahlrecht. Die Proteste im Iran hatten sich im Juni an der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad entzündet. Seither hat sich die Lage verschärft.
Geheimdienstministerium droht Protestbewegung
Das Geheimdienstministerium drohte mit einem unnachgiebigen Vorgehen gegen die Anführer der Protestbewegung. Bei Demonstrationen am vergangenen Sonntag waren acht Menschen ums Leben gekommen. Hunderte wurden festgenommen, darunter auch die Schwester von Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi und mehrere Berater Moussavis.
(apa/red)
