Für Faymann liegt Eberau nicht im Süden: Geographiestunde in der Bundesregierung
- Das Asyl-Erstaufnahmezentrum wird zur Chefsache
- Südburgenland ist Bundeskanzler nicht südlich genug
·Eberau: Pröll stellt sich hinter Fekter
Vizekanzler unterstützt die Innenministerin
·Eberauer Stadtväter sind alle dagegen
Gemeinderat spricht sich gegen Asylzentrum aus
·Eberau wird ein Fall für den Staatsanwalt
Für SPÖ Burgenland gibt es einiges aufzuklären
·Eberau-Befragung für 21. März angesetzt
Asylzentrum: Bürger werden miteingebunden
·Und wo bitteschön,
wenn nicht in Eberau?
Fekter erwartet Vorschlag
für Asyllager-Standort

Der Streit um das Asyl-Erstaufnahmezentrum im burgenländischen Eberau wird zur Chefsache: Nachdem Vizekanzler Pröll Innenministerin Fekter Schützenhilfe geleistet hat, meldete sich auch Bundeskanzler Faymann zu Wort. Bundeskanzler Faymann stellte infrage, ob der Standort Eberau tatsächlich im Süden des Landes liegt, wie es das Koalitionabkommen vorsieht.
Vizekanzler Josef Pröll hatte am Samstag zur Unterstützung der in schwere Bedrängnis geratenen Innenministerin erklärt, es stehe "außer Zweifel, dass es ein drittes Aufnahmezentrum im Süden Österreichs geben muss". Bundeskanzler Faymann kritisierte Fekter daraufhin scharf. "Fekter macht eine hervorragende Arbeit in der Asyl- und Sicherheitspolitik, mit einer klaren und konsequenten Haltung", sagte Pröll am Samstag in der "Kronen Zeitung".
Kanzler Faymann dagegen kritisierte Fekter in seiner Replik scharf: "Wir haben im Koalitionsübereinkommen gemeinsam festgelegt, dass wir ein zusätzliches Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs errichten wollen. Und wenn die Innenministerin ein Zentrum im Süden Österreichs suchen soll, dann kann sie nicht im Osten fündig werden", so der Kanzler laut "Österreich".
Volk wird befragt
Ein weiterer Fehler Fekters, erneuert Faymann bereits früher erhobene Kritik, sei gewesen, nicht von Beginn an den zuständigen Landeshauptmann eingebunden zu haben. Nun solle man die Volksbefragung im Burgenland abwarten.
Dem Erstaufnahmezentrum in Eberau droht das Aus, nachdem angesichts des Widerstands aus Landespolitik und Bevölkerung auch der ÖVP-Bürgermeister der burgenländischen Gemeinde umgeschwenkt ist und das Projekt nun ablehnt.
(apa/red)
