Verwirrung um drei Fluchtversuche: Kehrte Natascha Kampusch freiwillig wieder zurück?
- profil berichtet von zweimaliger Rückkehr zu Prikopil
- Thomas Mühlbacher: "Kann man so nicht sagen"
·Adamovich muss 10.000 Euro zahlen
Üble Nachrede: Von Kampusch-Mutter geklagt
·Natascha Kampusch schimpft über Heimat
21-Jährige: Viel Missgunst
und penetrante Medien

Natascha Kampusch hat vor ihrer gelungenen Flucht von ihrem Entführer Wolfgang Priklopil am 23. August 2006 genau dreimal vergeblich zu entkommen versucht. Das geht laut dem zuständigen Oberstaatsanwalt Thomas Mühlbacher aus den Ermittlungsergebnissen des Bundeskriminalamts hervor.
Dass die junge Frau - wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet - zweimal weggelaufen, aber danach von sich aus wieder zurückgegangen sei, stimme nicht, betonte Mühlbacher. Gemäß "profil", das sich auf die Ergebnisse der Evaluierungskommission unter der Leitung von Ludwig Adamovich, beruft, soll Kampusch zweimal geflohen und noch am selben Tag von sich aus zu Priklopil zurückgekehrt sein. "Diese Aussage ist nicht von mir. Dass das aus der Evaluierungskommission hervorgeht, kann man so nicht sagen", meinte Adamovich dazu.
"Es kommt sicher in den Ermittlungsergebnissen der Polizei vor", gab sich der Ex-VfGH-Präsident weiter kryptisch. "Von der Sache her ist es richtig." Er wolle sich "über das Ganze aber nicht auslassen", da dieses Thema nicht in den Aufgabenbereich der Evaluierungskommission falle. Die Sache sei "fürchterlich schwer zu bewerten" und er wolle "kein Öl ins Feuer gießen".
Dass Kampusch laut Polizeiakten zweimal geflohen und von sich aus wieder zu Priklopil gegangen sein soll, wies Mühlbacher als Leiter der Ermittlungen allerdings entschieden zurück: Dass sie freiwillig zurückgekehrt ist, "das ergibt sich nicht aus den Ergebnissen", betonte der Oberstaatsanwalt. "Es gibt keinen Anhaltspunkt darauf, dass man sagt, sie hat sich eines Besseren besonnen. Das gibt es sicher nicht."
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
