Freitag, 1. Jänner 2010

630 Verkehrstote auf unseren Straßen: Rückgang von 7,2 Prozent gegenüber 2008

  • In Niederösterreich starben die meisten Personen
  • Unfallursache: nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit

Die Verkehrsunfallstatistik für 2009 weist - trotz des tragischen Schicksals der 630 Toten, die bei 573 Unfällen starben - wieder einen erfreulichen Rückgang auf. Wie das Innenministerium am Neujahrstag bekanntgab, beträgt der Rückgang 7,2 Prozent. Damit starben nach den vorläufigen Zahlen um 49 Menschen weniger als noch 2008.

Dies ist die bisher absolut geringste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Innenministerium (1950). Gegenüber 1972, dem bisher schwärzesten Jahr in der Statistik (2.948 Tote) bedeutet das Ergebnis von 2009 nicht einmal ein Viertel der damaligen Todesopfer - obwohl sich der Fahrzeugbestand seither mehr als verdoppelt hat.

Bundesländerstatistik
Die Bundesländerstatistik sagt folgendes: Burgenland 24 (2008: 29) Kärnten 40 (56) Niederösterreich 188 (174) Oberösterreich 122 (139) Salzburg 62 (47) Steiermark 90 (109) Tirol 44 (71) Vorarlberg 29 (27) Wien 31 (27).

Hauptunfallursachen
Als vermutliche Hauptunfallursachen wurden laut Innenministerium nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (32,3 Prozent), Vorrangverletzung (15,7 Prozent), Unachtsamkeit/Ablenkung (11,5 Prozent), Überholen (8,0 Prozent), Fehlverhalten von Fußgängern (7,3 Prozent), Übermüdung (4,2 Prozent) und Herz-/Kreislaufversagen/Krankheit (2,8 Prozent) festgestellt. Alkoholisierung war kausal bei 5,6 Prozent gegeben, gegenüber noch sieben Prozent im Jahr 2008.

Im EU-Vergelich sinkt die Anzahl der Verkehrstoten hierzulande unterdurchschnittlich.

(apa/red)

1.1.2010 16:11