Zwei Millimeter am Podest vorbeigefahren:
Rätsel um Scheibers Disqualifikation gelöst
- Vertauschter Einlagekeil schuld an hoher Standhöhe
- Formkurve der ÖSV-Abfahrer zeigt leicht nach oben

·Scheiber in Bormio-
Abfahrt diqualifiziert
War als Zweiter hinter Jerman ins Ziel gefahren
·Weltcup-Stände der Herren 2009/2010
So steht es in der Einzel- und der Gesamtwertung
Das Rätsel um die Disqualifikation vom zweitplatzierten Osttiroler Mario Scheiber bei der Abfahrt in Bormio ist gelöst. Laut Atomic ist ein vertauschter Einlagekeil schuld an der zu hohen Standhöhe im Schuh gewesen. Scheiber besitzt zwei Paar Rennschuhe mit entsprechend abgestimmten Einlagekeilen. Aus ungeklärten Gründen ging er mit Rennschuh A, aber mit Einlagekeil B an den Start.
Die Abfahrt blieb auch nach Bormio die einzige Disziplin, in der Österreichs Ski-Herren im Olympia-Winter noch ohne Sieg sind. Dennoch scheint die Formkurve nach oben zu zeigen, denn neben dem Top-Duo Mario Scheiber und Michael Walchhofer (3.) haben auch Klaus Kröll (8.) und Hans Grugger (9.) mit ihren je besten Saisonplatzierungen aufgezeigt.
Walchhofer rutschte aufgrund der Scheiber-Disqualifikation erstmals in dieser Saison aufs Podest, zuvor hatte der Salzburger in der Abfahrt die Plätze 4 (Lake Louise), 5 (Beaver Creek) und 5 (Gröden) belegt. "Offenbar bin ich aktuell nur ein Fahrer für die Plätze drei bis fünf. Hoffentlich geht es für mich 2010 wieder um die Plätze eins und zwei", machte Walchhofer seine Ambitionen klar.
Mit Grugger geht es bergauf
"Ich bin guten Mutes für die großen Aufgaben im Jahr 2010", meinte Herren-Cheftrainer Toni Giger, der sich vor allem über das Lebenszeichen von Grugger freute. "Grugger ist drauf und dran, den Anschluss zu schaffen", so Giger über den bereits mehrfach von Verletzungen zurückgeworfenen Salzburger.
Walchhofer dürfte für die Olympia-Abfahrt so wie Scheiber gesetzt sein, die drei aussichtsreichsten Anwärter auf die beiden restlichen Plätze sind Kröll, Grugger und Romed Baumann. Georg Streitberger und Christoph Gruber benötigen eine Leistungsexplosion, um noch mitzureden. Vor Olympia stehen noch die Abfahrtsklassiker in Wengen (16.1.) und Kitzbühel (23.1.) auf dem Programm.
(apa/red)
