Dienstag, 29. Dezember 2009

Fluggästen droht nun der totale Durchblick:
Nacktscanner sollen Terrorgefahr verringern

  • Europas Regierungen liebäugeln mit teuren Geräten
  • Größere Sicherheit auf Kosten der Menschenwürde?

Nach dem gescheiterten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug wird der Ruf nach Nacktscannern an europäischen Flughäfen immer lauter. Den Anfang machte die britische Regierung, die Ganzkörperscanner "so schnell wie möglich" auf den Flughäfen des Königreichs installieren will. Nun wird auch bereits in Deutschland die Schaffung entsprechender Anlagen erwägt. Auf der Strecke bleiben könnte dabei allerdings die Menschenwürde.

Mit einem der umstrittenen "Nacktscanner" wäre der Detroit-Attentäter, der einen in Amsterdam gestarteten Airbus beim Landeanflug auf Detroit mit Hilfe des hochexplosiven Sprengstoffs PETN in die Luft sprengen wollte, nach Ansicht niederländischer Experten vermutlich erwischt worden. Zumindest hätte es eine größere Chance gegeben, den am Körper des Mannes versteckten Sprengstoff zu entdecken, erklärte der Betriebsdirektor des Amsterdamer Airports Schiphol, Ad Rutten. Auf Schiphol werden seit mehreren Monaten 16 "Nacktscanner" zu Testzwecken eingesetzt.

EU verweigert Zustimmung
Insgesamt seien die Tests mit den neuen Scannern in Amsterdam so erfolgreich, so dass Sicherheitsexperten sie gern standardmäßig für alle Passagiere einsetzen würden, erklärte der Betriebsdirektor. Kritiker hingegen befürchten eine unzulässige Verletzung von Persönlichkeitsrechten, weil die Scanner den nackten Körper der kontrollierten Personen erkennen lassen. Auch deshalb hatte das Europaparlament im Oktober 2008 die EU-Kommission gestoppt, die schon bereit war, Körperscanner generell für die Flugsicherheit zuzulassen.

Inzwischen, so Schiphol-Betriebsdirektor Ad Rutten, werde in Amsterdam ebenso wie in vielen Städten der USA, in Moskau, Zürich und London die neueste Scanner-Generation getestet. "Und die sollte dann eigentlich alle Bedenken des Europaparlaments zerstreuen."

Nach Ansicht von Sprengstoffexperte James Crippin hätte man die Chemikalie zudem auch mit anderen modernen Instrumenten aufspüren können: "Puster"-Geräte etwa, die Luft auf einen Fluggast blasen und aufgewirbelte Partikel analysieren, hätten das Pulver wahrscheinlich entdeckt, aber auch Spürhunde hätten die Chemikalie wohl erschnüffelt. Die meisten Passagiere allerdings müssen nur Metalldetektoren passieren.

Kostspielige Geräte
Und billig sind Nacktscanner jedenfalls nicht: Die Geräte seien zwar sehr kostspielig, räumte der britische Innenminister Alan Johnson ein, Großbritannien wolle aber "führend in dieser Technologie" sein. Es gelte zugleich, das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen dem vorrangigen Schutz der Bevölkerung und deren Interesse, weiter ein normales Leben zu führen.

In Deutschland verwies der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach, auf Nacktscanner, die flüssige oder feste Sprengstoffe erkennen könnten, ohne dabei die Intimsphäre der Passagiere zu verletzen. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, bezeichnete dagegen gegenüber dem Blatt Nacktscanner als Verstoß gegen die Menschenwürde. Er forderte stattdessen eine bessere personelle Ausstattung der Polizei bei den Sicherheitskontrollen an Flughäfen.
(apa/red)

29.12.2009 19:24
drahthuhn, 30. 12. '09 05:37
Egal, ob es 'reicht', oder nicht!
Sie machen ohnehin, was sie wollen.
Ist es eigentlich bekannt, daß die FRACHT eines Flugzeuges kaum untersucht wird? Stichprobenartig, heißt es. Also: Im ersten Stock sind Nagelfeilen verboten und im Keller stehen Kisten und Kästen herum, die KAUM GEPRÜFT WURDEN. Da bestätigt sich doch der Verdacht, Das GANZE GEFASEL UND DIE PANIKMACHE wird mit Absicht über uns gegossen, um bloß GELD ZU VERDIENEN, denn was wäre leichter als eine Fracht, die kaum kontrolliert wird, mit C4 zu verseuchen?
Die Grenze des Erträglichen wurde längst überschritten, DAS ist eine Tatsache.
Googeln:
www.wikileaks.org
Alles Schall und Rauch
Die versuchen wenigstens noch zu retten, was zu retten ist.
FLIEGEN EINSCHRÄNKEN, speziell nach USrael und INFORMIEREN, Leute.
I N F O R M I E R E N
Ivoir, 29. 12. '09 18:31
Menschenwürde
Der Vorschlag der Gewerkschaft ist interessant, vielleicht sollte sie aber doch daran denken, wieviele Fluggäste von wievielen Polizisten kontrolliert werden sollen?
Die berühmte persönliche Freiheit gibt es in einem Flugzeug sowieso nicht. Technische Geräte sind gut für die Wirtschaft und damit auch Arbeitsplätze. Wenn man den Berichten trauen kann, gibt es eine Liste potentieller Mitglieder diverser Terrororganisationen. Wenn auf dieser Liste außer Namen nichts steht, z.Bspl. Fingerabdrücke, besond. Merkmale, DNA usw.., hat sie wenig Sinn. Die Maschinen werden gewinnen.
Deine persönliche Freiheit kannst du in deinen eigenen vier Wänden ausleben, sollte das nicht möglich sein hast du verloren.
UND….zum Teufel mit der Menschenwürde wenn ein Verrückter schon mal im Flugzeug ist!
Vasant, 29. 12. '09 16:47
Europas Regierungen wollen nur Kontrolle, denn ...
was bringt der teuerste Scanner, wenn ihn ein Mensch
bedient? Wenn jemand ins Flugzeug will, dann schafft
er/ sie das auch wie die Vergangenheit bewiesen hat!!

Die Menschen machen bei den Kontrollen nämlich eindeutig
die Fehler und nicht die Maschinen!!!

Also ich will nicht, dass mir jemand in den Hintern schaut
und meine Privatsphäre verletzt wird, weil die Regierungen
den Terror provozieren!

Die Scanner sind ein Millionengeschäft für die EU und
die will man schon seit langem einführen bzw. uns aufs
Aug drücken!
Poet1980, 29. 12. '09 16:11
Also langsam reichts...
... da passiert ein einziger (gottseidank missglückter) Anschlagsversuch auf ein einziges Flugzeug im Jahr und Millionen Menschen müssen dafür einen damit nicht in Relation stehenden Mehraufwand auf sich nehmen!
Das kostet doch Unmengen an Geld, Zeit und Nerven und bringt im Endeffekt ja doch wieder: nichts, denn irgendwelche Möglichkeiten wird es immer geben irgend etwas hinein zu schmuggeln!
Wäre es nicht besser das ganze Geld in einen allumfassenden Weltfrieden mit einer damit zusammenhängenden Güterverteilung zu erreichen?
Wir Menschen brauchen große Ziele um großes zu erreichen - oder einen großen Schmerz/Zwang, damit das endlich Realität wird. Eine gemeinsame "Bedrohung" von außen wäre da nicht schlecht (-->siehe den Film Watchmen...). Also Außerirdische - bitte "helft" uns!