Dienstag, 29. Dezember 2009

Papst will Schweizer Attentäterin verzeihen:
Aber nur bei erwiesener psychischer Störung

  • Kirchenvater stellt Akt der Barmherzigkeit in Aussicht
  • "Hausverbot" für Angreiferin Susanna M. vorstellbar

Der Papst ist bereit, jener Frau zu verzeihen, die ihn am Beginn der Weihnachtsmette im Petersdom attackiert hatte. Nach Abschluss der Untersuchung zum Angriff der 25-jährigen Italo-Schweizerin Susanna M. könnte sich der Heilige Vater zu einer Geste der Barmherzigkeit entscheiden, sollte es bewiesen sein, dass die Frau psychisch gestört ist, hieß es aus dem Vatikan.

"Die Tatsache, dass die Frau unbewaffnet und wegen psychischer Probleme bereits behandelt wurde, ist schon vielsagend. Die Untersuchung konzentriert sich auf den Gesundheitszustand der Frau. Danach wird man entscheiden, ob ein Prozess stattfinden oder ob sie freigesprochen wird", sagte Giuseppe Dalla Torre, Präsident des Gerichts des Heiligen Stuhls.

Die Untersuchung werde nicht lang dauern. "Eine Geste der Barmherzigkeit des Papstes ist möglich", versicherte Dalla Torre. Er schloss nicht aus, dass der Heilige Stuhl Susanna M. künftig verbieten könnte, den Vatikan zu betreten, da sie bereits bei der Christmette im vergangenen Jahr versucht hatte, sich dem Papst zu nähern.

Behörden ermitteln
Der Fall beschäftigt auch die italienischen Behörden. Vincenzo Nardi, Präsident einer Sektion des Kassationsgerichts, ist der Ansicht, dass sich auch Italien um den Angriff auf Benedikt XVI. kümmern sollte. "Da sich die Frau in einer Klinik in Subiaco befindet, ist auch das italienische Justizsystem für den Fall verantwortlich", meinte Nardi.

Inzwischen wurden von den vatikanischen Justizbehörden die Sicherheitsbeamte und einige Gläubige befragt, die den Angriff beobachtet hatten. Um die Untersuchung abzuschließen, will der Vatikan noch Dokumente über den Gesundheitszustand der Frau überprüfen. Der vatikanische Staatsanwalt Nicola Picardi ist der Ansicht, dass der Fall diese Woche abgeschlossen werden könnte. Das letzte Wort hat der vatikanische Richter Piero Antonio Bennet zu sagen.
(apa/red)

29.12.2009 11:06
Vasant, 30. 12. '09 11:59
Wo war eine Attentäterin?
Wem will der Papst verzeihen? Einem Attentäter? Wo war
der denn?

Also wenn man die Frau meint, die unbewaffnet und hilflos
auf den Papst zugestürmt ist und einfach verzweifelt ihre
Meinung persönlich sagen wollte, dann ist die Bezeichnung
Attentäter schon sehr sehr sehr sehr sehr überzogen und
auch eindeutig falsch!

Ein Attentäter will töten und zerstören ... die Frau wollte
nur reden!
different-view, 29. 12. '09 22:39
Weg mit den Religionen
typisch Papst! Die Kirche hat selbst so viel Dreck am Stecken, die dürften sich gar nicht erlauben,wem zu verurteilen. Ich wünsche mir,daß die Religionen bald alle aussterben !Die katholische Kirche gleich zuerst. Warum gehen dort überhaupt noch Menschen hin,wo doch jeder weiss,wieviele Verbrechen die gemacht haben? Bisher haben sie der Welt nur Schaden gebracht und manche himmeln sie immer noch an.Daran sieht man,wie dumm viele Menschen sind.
Jesus würde sich im Grab umdrehen,wenn er wüsste, wie die seine Lehre verfälscht und manipuliert haben um Macht über die Menschen zu bekommen..
sidestep, 29. 12. '09 11:26
Verzeihung mit Bedingungen
Das sieht dem Deutschen ähnlich. Er will Verzeihen, aber nur dann, wenn wirklich eine geistige Störung vorliegt. Der Mann ist als Papst untragbar. Er soll sich auf seinen Vorgägnger erinnern, der niedergeschossen worden ist und ohne Bedingungen verzeihen hat. Ich habe immer gewußt, dass ein Deutsch als Papst untragbar ist. Bedingungen stellen für eine Verzeihen. Was da wohl unser Herr Jesus Christus dazu sagen würde. Ich verzeihe denen, die mich ans Kreuz geschlagen haben nur, wenn sie nicht wußten was sie taten (Herr vergib Ihnen, den sie wissen nicht was sie tun). Jesus Christus ist gestorben um die Sünden der Menschen zu tilgen. Er hat nicht gefragt, ob diese Sünden in einem Zustand geistiger Umnachtung passiert sind oder bei vollem Bewußtsein passiert sind. Hinweg mit diesem Mann
Poet1980, 29. 12. '09 16:26
Re: Verzeihung mit Bedingungen
Unabhängig von der Nationalität desjenigen, der sich da Papst nennt, wäre wohl besser zu sagen, dass die Kirche selbst ja schon über Jahrhunderte hinweg völlig weltfremd agiert.
Kondome gehören verboten und sind die Ursache von Aids.
Kein Sex vor der Ehe.
Zölibat für Priester (weil sie selbst die wildesten waren)
Kirchenbeitrag nur in D, A und CH!
Christianisierung der Amerikanischen Ureinwohner.
Kreuzzüge.
Hexenverbrennungen.
Ablasszahlungen.
Und vieles mehr...
Das alles sind Dinge, die für mich nicht tragbar sind und teilweise nicht sein können!
Ja, die Kirche macht auch (angeblich) viel Gutes und der Glaube an sich hilft vielen Menschen. Dennoch ist sie einfach nicht tragbar.
Ich bin römisch Katholisch - jedoch nicht mehr Mitglied bei dem Verein, der damit Geld macht.