Selbstmordanschlag auf CIA-Basis in Afghanistan: Acht Agenten in Tod gerissen
- Taliban bekennen sich mittels E-Mail zu Attentat
- Eine der höchsten Opferzahlen unter Nicht-Militärs
Bei einem Selbstmordattentat im Südosten Afghanistans sind nach Angaben von US-Vertretern acht CIA-Agenten getötet worden. Die Zahl der Getöteten ist eine der höchsten bei einem Anschlag auf nicht zum Militär gehörende Ausländer seit Beginn des Kriegs vor acht Jahren. Bei einem weiteren Anschlag nahe Kandahar wurden vier Soldaten und eine Journalistin aus Kanada getötet.
Der Stützpunkt Chapman, gegen den sich der Anschlag richtete, ist ein Zentrum für Mitarbeiter von Wiederaufbauprojekten im Rahmen der Strategie zur Stabilisierung Afghanistans. Der US-Geheimdienst CIA ist seit einiger Zeit dabei, seine Präsenz am Hindukusch auszuweiten, um gegen den immer weiter reichenden Einfluss der Taliban vorzugehen. Diese bekannten sich zu dem Anschlag. Der Selbstmordattentäter sei Offizier der afghanischen Armee gewesen, erklärte ein Taliban-Sprecher. Er antwortete per E-Mail auf Fragen von Reuters.
Weiterer Anschlag: Fünf Tote
Bei einem Anschlag nahe Kandahar wurden vier Soldaten und eine Journalistin aus Kanada getötet. Ihr gepanzertes Fahrzeug sei vier Kilometer außerhalb der Stadt von einer Bombe getroffen worden. Vier weitere kanadische Soldaten und ein Zivilist seien verletzt worden.
Die USA wollen nach Angaben der Regierung in Kabul 16 Milliarden Dollar (11,16 Mrd. Euro) in die Ausbildung und Aufrüstung der afghanischen Armee stecken. Das Militär des zentralasiatischen Landes benötige aber noch mehr Hilfe, damit die Sicherheitskräfte für Stabilität sorgen könnten. Deshalb setze man die Hoffnungen auf die Afghanistan-Konferenz im Jänner in London, um die heimische Truppenstärke von bisher über 100.000 Mann auf 240.000 Soldaten aufstocken zu können.
(apa/red)

