Eberauer Stadtväter sind alle dagegen:
Gemeinderat einstimmig gegen Asylzentrum
- Volksbefragung am 21. Februar soll nun entscheiden
- Ablehnung wird mit touristischen Projekten begründet

·Eberau wird ein Fall für den Staatsanwalt
Für SPÖ Burgenland gibt es einiges aufzuklären
·Eberau-Befragung für 21. März angesetzt
Asylzentrum: Bürger werden miteingebunden
·Und wo bitteschön,
wenn nicht in Eberau?
Fekter erwartet Vorschlag
für Asyllager-Standort
Der Gemeinderat von Eberau hat sich einstimmig gegen den Bau eines Asyl-Erstaufnahmezentrums in der südburgenländischen Gemeinde ausgesprochen. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde in der Sitzung die Abhaltung einer Volksbefragung, die voraussichtlich am 21. Februar stattfinden soll, so Bürgermeister Walter Strobl zur APA.
Die Sitzung dauerte laut dem Ortschef rund eine halbe Stunde. Nach dem Tagesordnungspunkt "Allfälliges" gab es noch eine Gesprächsrunde mit den rund 20 Zuhörern, die bei der Gemeinderatssitzung anwesend waren. Dabei wurde auch über die weitere Vorgangsweise diskutiert.
Die Bevölkerung von Eberau soll nun mittels Gemeindezeitung über die Entwicklung informiert werden. Künftig wolle man dabei im Einklang mit der Bürgerinitiative vorgehen, die in den vergangen Tagen ins Leben gerufen wurde. Außerdem wurde diskutiert, ob man sich um ein weiteres Gespräch mit Innenministerin Maria Fekter in den nächsten Tagen bemühen soll. Es gebe den Wunsch, "dass man eine Veranstaltung macht, wo sie anwesend ist", so Strobl. Die Bevölkerung wolle die Ministerin auch dazu bewegen, dass sie das Ergebnis der Volksbefragung in Eberau anerkenne.
Kinder- und Wassererlebniswelt gefährdet
Die Ablehnung des geplanten Asyl-Erstaufnahmezentrums wird damit begründet, dass das zahlenmäßige Verhältnis von Asylwerbern zu Gemeindebürgern "nicht ausgewogen und deshalb nicht akzeptabel" sei, so Strobl. Außerdem greife das Projekt "in bestehende Strukturen der Gemeinde" ein, so Strobl. Und schließlich nehme der Bau des Zentrums auch Einfluss auf touristische Projekte wie die Weindylle Südburgenland oder die Kinder- und Wassererlebniswelt.
Um die Volksbefragung durchführen zu können, ist nun noch eine weitere Gemeinderatssitzung erforderlich, um die entsprechende Verordnung beschließen zu können. Diese wird voraussichtlich am 9. oder 10. Jänner stattfinden, so der Bürgermeister. Im Gemeinderat von Eberau verfügt die ÖVP über elf Mandate, die SPÖ hält vier Sitze.
(apa/red)
