Österreicher blicken positiv ins neue Jahr:
Jeder Zweite für 2010 optimistisch gestimmt
- Umfrage: Weitaus bessere Stimmung als noch 2009
- Arbeiter als Ausnahme: Pessimismus überwiegt

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Jeder zweite Österreicher ist für 2010 optimistisch. Damit ist die Stimmung in der Bevölkerung weitaus besser als vor einem Jahr - mit Ausnahme der einfachen, ungelernten Arbeiter. Das ist das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis der traditionellen "Silvesterumfrage" des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS.
Von den insgesamt Ende November/Anfang Dezember 1.103 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ab 16 befragten Personen gaben 50 Prozent an, sie würden den kommenden zwölf Monaten "mit Zuversicht" entgegenblicken. Nur 45 Prozent sind skeptisch oder besorgt. Diese Erwartungshaltung unterscheidet sich grundlegend von der düsteren Stimmungslage vor einem Jahr. Damals waren die Pessimisten mit 59 Prozent Anteil in der Mehrheit, die Optimisten brachten es nur auf 34 Prozent. Das aktuelle Stimmungsbild gleicht nun dem des beginnenden Jahres 2008. Auch über einen längeren Zeitpunkt hinweg betrachtet - IMAS stellt die Silvesterfrage bereits seit 1972 - entsprechen die nunmehrigen Daten einem recht entspannten, furchtarmen Meinungsklima.
Pessimistische Arbeiter
Eine Ausnahme stellen nur die einfachen, ungelernten Arbeiter dar. Bei ihnen überwiegt der Pessimismus den Optimismus mit 54 zu 37 Prozent. Auch ältere und einfach gebildete Personen sind vergleichsweise bedrückt. Facharbeiter gehen hingegen schon sehr unbesorgt ins kommenden Jahr.
IMAS widerspricht der Vermutung, das gegenwärtige Stimmungsklima könnte bloß eine Reaktion der Bevölkerung auf die Aussagen der Wirtschaftsforscher sein, die ja zuletzt von einem Aufwärtstrend berichteten. Denn die Meinungsforscher stellten bei Zwischenmessungen während des heurigen Jahres bereits im späteren Frühjahr eine Zunahme der Zuversicht fest, die sich dann über den Sommer und Herbst kontinuierlich fortgesetzt habe. Parallel dazu hätten Skepsis und Sorge abgenommen, obwohl die Wirtschaftsexperten noch gegenläufige Aussagen gemacht hätten.
(apa/red)
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