Mord in Botschafter-Residenz ist geklärt:
Rasende Eifersucht als Motiv des Täters
- 39-Jährigen hatte Verhältnis zu verheiratetem Opfer
- Filipina mit Kabel gedrosselt und mit Messer getötet

Rasende Eifersucht hat der 30-jährigen Haushälterin des libanesischen Botschafters in Wien das Leben gekostet. Ein 39-jähriger Mann aus ihrer Heimat, mit dem die verheiratete Frau seit acht bis neun Monaten ein Verhältnis hatte, gilt als mutmaßlicher Mörder, teilte die Polizei mit.
In der Nacht auf Mittwoch besuchte der 39-jährige Abwäscher eines Wiener Hotels nach seiner Arbeit die Haushälterin in ihren Wohnräumlichkeiten im Keller der Botschafter-Villa in der Gymnasiumstraße in Wien-Währing. Die Filipina, deren Ehemann im Ausland lebt, hatte noch einen zweiten "Freund" von dem sie noch kurz vor dem Mord besucht wurde. Der 39-Jährige wusste von dieser Bekanntschaft Aufgrund der "Mehrfachbeziehungen" kam es laut Oberst Gerhard Haimeder und Ernst Hoffmann vom Landeskriminalamt Wien zu Diskussionen. Gegen 23.45 Uhr geriet der 39-Jährige so in Rage, dass er die 30-Jährige zunächst - vermutlich mit einem Stromkabel - drosselte und anschließend mit mehreren Messerstichen in Brust und Oberkörper tötete. Der Beschuldigte hat die Tat gestanden und wird nun in U-Haft genommen.
12 Zentimeter lange Klinge als Mordwaffe
Nach dem Mord soll der 39-Jährige die Wohnung mit dem Schlüssel der Haushälterin verlassen haben. Gemeinsam mit der Mordwaffe - einem Küchenmessers des Opfers mit zwölf Zentimeter langer Klinge - warf er diesen im Währinger Park in einen Laubhaufen im Gebüsch, so Hoffmann. Beide Gegenstände wurden dort aufgrund des Geständnisses und mit Hilfe eines Diensthundes wenige Zentimeter voneinander entfernt gefunden.
Die Frau und ihr Mörder lernten sich bei Veranstaltungen der philippinischen Gemeinschaft in Wien kennen. Während sich der Abwäscher in die Haushälterin verliebte, dürfte die 30-Jährige darin weiterhin nur eine sexuelle Bekanntschaft gesehen haben, so die Polizei.
(apa/red)
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