Zidane für seinen Ausschluss 2006 dankbar:
Die Rote Karte war rückblickend sogar gut
- Kopfstoß gegen Italiener Materazzi im WM-Finale '06
- "Henry auf Torjubel nach Handspiel auch nicht stolz"

Dreieinhalb Jahre nach seinem mittlerweile legendären Kopfstoß im Fußball-WM-Endspiel 2006 in Berlin gegen den späteren italienischen Weltmeister Marco Materazzi hat der frühere französische Star Zinedine Zidane zugegeben, dass er dankbar und froh für die damals erhaltene Rote Karte sei. "Ich weiß nicht, wie ich damit gelebt hätte, wenn ich nicht ausgeschlossen worden und Weltmeister geworden wäre", gestand der 37-Jährige dem französischen Magazin "France Football".
Dass der damalige italienische Torhüter Gianluigi Buffon den argentinischen Schiedsrichter Horacio Elizondo auf seine hässliche Szene aufmerksam gemacht habe, sei daher rückblickend gesehen gut gewesen. "Viele am Fußball interessierte Leute lieben es, wenn Spieler Trophäen gewinnen. Aber sie sind genau kritisch, wenn sie sehen, dass etwas falsch läuft. Ich bin mir sicher, dass Henry auf seinen Torjubel gegen Irland auch nicht stolz ist", sagte Zidane.
Der Weltmeister von 1998 spielte damit auf die Handball-Vorlage seines Landsmanns Thierry Henry an, der im heurigen November im Barrage-Spiel in Paris gegen die Iren das Ausgleichstor durch Williams Gallas zum Endstand von 1:1 n.V. mit der linken Hand vorbereitet und so der Grande Nation zur WM-Teilnahme 2010 in Südafrika verholfen hatte. Dieses Foul am Fair Play beschäftigte sogar die höchsten Kreise der Regierungen und der FIFA.
Zidane hatte sich am 9. Juli 2006 im WM-Spiel gegen Italien, das die Franzosen nach Verlängerung (1:1) im Elfmeterschießen 3:5 verloren, in der 110. Minute seines letzten Spiels zu einer Tätlichkeit gegen Materazzi hinreißen lassen. Der Verteidiger hatte den abtretenden Star der Tricolores durch beleidigende Äußerungen provoziert. Zidane hat sich für seinen Ausraster kurz nach dem Endspiel entschuldigt.
(apa/red)
Deutsche Liga
Premier League
Serie A
Primera Division