Sonntag, 27. Dezember 2009

Walchhofer setzt in Bormio Duftmarke: 34-
Jähriger dominiert erstes Abfahrtstraining

  • Nur Slowene Jerman kann mit Salzburger mithalten
  • Mario Scheiber macht sich Hoffnung auf ersten Sieg

Michael Walchhofer hat im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt in Bormio seine Favoritenstellung eindrucksvoll untermauert. Der 34-jährige Salzburger erzielte auf der eisigen und extrem selektiven "Pista Stelvio" in 2:03,25 Minuten Bestzeit. Nur der Slowene Andrej Jerman war in der Lage, mit Walchhofer mitzuhalten, der drittplatzierte Christoph Gruber verlor bereits 0,71 Sekunden.

"Dass es in Gröden (Anm.: Platz fünf) nicht so nach Wunsch gelaufen ist, motiviert mich für das Rennen hier Bormio noch mehr: Meine Form, das Material - alles passt perfekt, diesmal will ich meine Möglichkeiten, wie schon in früheren Jahren, hier voll ausschöpfen", lautete die Kampfansage von Walchhofer, der 2006 beide Abfahrten auf der Stelvio gewann und im Vorjahr Dritter war.

Der Vorjahres-Zweite Klaus Kröll (1,51), der heuer noch auf ein Top-Ten-Ergebnis wartet, landete als drittbester ÖSV-Mann an zwölfter Stelle, nur vier hundertstel Sekunden hinter Titelverteidiger Christof Innerhofer aus Südtirol (9./1,47). Mario Scheiber, der zuletzt als Zweiter in Gröden seinen ersten Weltcupsieg nur um 13 Hundertstel verpasste, kam wie der Salzburger Hans Grugger (beide 1,70) auf Rang 14.

Scheiber für ersten Sieg bereit
Scheiber hat wie Walchhofer gute Erinnerungen an den Jahresausklang 2006, als er in Bormio zweimal Dritter wurde - damals fehlten ihm nur 0,14 bzw. 0,27 Sekunden auf den Doppelsieger. "Für alles gibt es den richtigen Zeitpunkt - auch für meinen ersten Weltcupsieg. Ich bin bereit", weiß der Osttiroler, dass er reif für den Triumph auf der 3.270 m langen Stelvio ist.

Und auch der Norweger Aksel Lund Svindal zählt zum engsten Favoritenkreis. Trotz chaotischer Anreise nach Italien mit Verspätung, verpasstem Flug und fehlendem Koffer kam der Norweger mit der berühmt-berüchtigten WM-Piste von 2005 auf Anhieb recht gut zurecht und wurde ex aequo mit Innerhofer Neunter.
(apa/red)

27.12.2009 16:00