Freitag, 25. Dezember 2009

Wetter schlägt zu Weihnachten Kapriolen: Sturm, Eis und Schnee rund um den Globus

  • USA: Zahlreiche Kirchen zu Weihnachten geschlossen
  • Europa: Flughäfen zu - viele Flüge wurden gestrichen

In zahlreichen Kirchen der USA sind die Christmessen am Heiligen Abend und dem ersten Weihnachtstag wegen eines heftigen Wintersturms ausgefallen. Nach Angaben eines Sprechers des US-Wetterdienst zog der Sturm rund zwei Drittel der USA in Mitleidenschaft. Im Süden sorgte er für schwere Unwetter, im restlichen Teil für Eisregen und Schneestürme. Bis Donnerstag starben 19 Menschen bei Unfällen, Millionen weitere strandeten auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub. Hunderte Flüge wurden abgesagt.

"Was für ein Schlamassel zu den Feiertagen", sagte Wetterdienst-Sprecher Chris Vaccaro. Für den nördlichen Teil des Landes war nach seinen Angaben am ersten Weihnachtstag mit Schneefall von bis zu 61 Zentimetern zu rechnen, weiter südlich wurden Sturm-und Flutwarnungen ausgegeben. Die US-Staaten South Dakota, Texas und Oklahoma riefen den Notstand aus.

Schnee, Eis und Sturm in Europa
Schnee, Eis und stürmisches Wetter trübten auch in Europa die Weihnachtslaune. In Großbritannien sorgten eisige Temperaturen neben zahlreichen Flugannullierungen erneut für Einschränkungen bei Reisen mit dem Eurostar. Nach dem Chaos der vergangenen Tage versprach der Betreiber, dass bis zum Wochenende etwa 90 Prozent der Züge durch den Ärmelkanal-Tunnel nach Frankreich wieder fahren werden.

Flughäfen auf Kanaren zu
Auf Spaniens Kanarischen Inseln mussten mehrere Flughäfen wegen heftiger Regenstürme schließen. Davon betroffen waren rund 4000 Feriengäste der Inseln La Palma, Gomera und El Hierro. Rund 10.000 Menschen waren zudem auf La Palma ohne Strom. In Russland erlebte Sankt Petersburg den heftigsten Schneefall seit 1881.

Schweiz: Bahnverbindungen gesperrt
Sturm, Schnee und Regen haben in der Schweiz zu Behinderungen im Bahnverkehr geführt. Auf der Gotthardstrecke zwischen Erstfeld und Göschenen brachte Steinschlag einen Zug zum Entgleisen, und die Albula- und die Bernina-Linie wurden wegen Lawinengefahr gesperrt. Reisende wurden gebeten, wegen der Steckensperrungen mehr Zeit einzuberechnen. Verletzt wurde niemand.

Vulkan vor Ausbruch
Auf den Philippinen bereiteten sich tausende Menschen unterdessen auf eine "graue Weihnacht" vor. Seit Tagen lässt der aktivste Vulkan des Landes, Mount Mayon, riesige Mengen Asche und Lava auf seine Umgebung niedergehen, tausende Menschen wurden vor dem drohenden Ausbruch in Sicherheit gebracht. Die Behörden warnten sie am Donnerstag vor einer Rückkehr in ihre Häuser. Damit sich die Geflüchteten in den überfüllten Auffangzentren an Weihnachten nicht alleine gelassen fühlen, brachten eine Reihe Politiker Geschenke vorbei.

(apa/red)

25.12.2009 10:51