Kanzler spielt Christkindl für die Soldaten:
"Friedliche Festtage" für Truppen am Golan
- Faymann und Darabos auf Weihnachts-Stippvisite
- 380 österreichische Soldaten im besetzten Hügelland
·Golan-Höhen: Die umkämpfte Pufferzone
24.000 Österreicher waren bereits im Einsatz
·Tschad-Mission
ist aus und vorbei
Alle Bundesheersoldaten
sind zurück in der Heimat

"Friedliche Festtage" wünschte Bundeskanzler Faymann den österreichischen Soldaten am Golan. In der Pufferzone zwischen Syrien und Israel bekam dies eine besondere Bedeutung. "Es ist eine wichtige Mission, in der Region für Frieden zu sorgen," betonte Faymann bei einem vorweihnachtlichen Festakt im Stützpunkt Camp Faouar. "Zu Weihnachten nicht zu Hause sein zu können, ist auch ein Opfer."
Seit 1974 ist das Bundesheer an dem UNO-Einsatz beteiligt. Mit seinem Besuch wolle er auch zeigen, dass der Einsatz der derzeit über 380 österreichischen Soldaten am Golan in der Heimat nicht vergessen sei, wir sind stolz auf sie", sagte Faymann. "Neutral zu sein, bedeutet nicht unbeteiligt zu sein oder wegzusehen. Neutralität muss auch verteidigt werden."
"Engagement nicht einschränken"
Auch Verteidigungsminister Darabos sprach von einem "Signal", das von dem Besuch bei der Truppe ausgehen solle: "Ich komme aus Bosnien, war auch im Tschad bei unseren Soldatinnen und Soldaten. Es zeigt, dass Österreich hinter diesen Einsätzen steht." Österreich sei eine Nation, die weit über ihre Einwohnerzahl hinaus einen "überproportionalen Einsatz für Friedensmissionen leiste". Auslandseinsätze seien das Bild, "das Österreich nach außen abgibt", sagte Darabos. Daher könne er auch das Versprechen abgeben, "dass wir das Engagement nicht einschränken werden."
Im Gepäck hatten Faymann und Darabos zwei Ergometer, die sich die Soldaten als Weihnachtsgeschenk gewünscht hatten. Zum Dank wurden dann bei einem gemeinsamen Mittagessen im Camp Faouar auch Weihnachtslieder wie "Es wird scho glei dumpa" oder "Leise rieselt der Schnee" angestimmt. Am Heiligen Abend wird es für die Soldatinnen und Soldaten neben einer Messe eine Weihnachtsfeier mit festlichem Abendessen geben. Für den österreichischen Missionschef, Generalmajor Wolfgang Jilke, "ist es ein schönes Gefühl, dass man in der Heimat nicht vergessen ist."
(apa/red)
