Montag, 28. Dezember 2009

'Es geht nicht an, das zu ignorieren': Fekter
fordert verpflichtende Deutschkenntnisse

  • Ministerin will Sprachfähigkeiten schon bei Einreise
  • Burgenland soll Vorschläge für Asyllager nennen

Innenministerin Maria Fekter beharrt darauf, dass Zuwanderer künftig schon bei der Einreise über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen müssen. Allerdings nur, wenn sie sich dauerhaft in Österreich niederlassen wollen: "Ein Gurkerlpflücker muss nicht perfekt Deutsch können." In der Debatte über ein mögliches Asyllager in Eberau erwartet Fekter nun Vorschläge aus dem Burgenland.

Schon in Österreich lebenden Ausländern sollen höhere Sprachkenntnisse als bisher abverlangt werden. Wer sich an die Auflagen nicht halte, werde mit Sanktionen rechnen müssen: "So wie sich die Situation manchmal darstellt, geht es nicht an, dass man das ignoriert." Es sei unbefriedigend, wenn Personen, die schon lange in Österreich seien, nicht einmal die Polizei rufen könnten, wirbt Fekter um Verständnis für ihre Initiative.

In der aktuellen Debatte über ein Verbot der Burka ist Fekter für Aufklärung darüber, dass die Verschleierungspflicht ein Druck sei, "der nicht in unser menschenwürdiges Bild passt." In einem Fall denkt die Innenministerin aber sehr wohl ein Verbot an, nämlich bei Frauen am Steuer: "Wenn eine Frau mit Burka mit einem Sehschlitz im Straßenverkehr ein Auto lenken würde, würde ich das als Sicherheitsrisiko ansehen."

Burgenland gefordert
Von der burgenländischen Landespolitik will Fekter Alternativen hören, wenn das geplante Erstaufnahmezentrum für Asylwerber in Eberau unerwünscht wäre. Laut Fekter liege es nun an jenen, die ein Lager in Eberau kritisiert hätten, alternative umsetzbare Projekte vorzuschlagen: "Dann kann man darüber diskutieren", so Fekter.

Bei der Opposition stößt Fekter auf herbe Kritik. Die Ressortchefin sei mit ihren Agenden völlig überfordert, befand FPÖ-Generalsekretär Vilimsky. Das BZÖ forderte erneut Grenzkontrollen. Die explodierenden Zahlen bei Einbrüchen hätten Fekter noch immer nicht wach gerüttelt. "Fekter versagt auf der ganzen Linie", bilanziert Grünen Integrationssprecherin Korun. Das Asylrecht sei "nur mehr Spielball von ÖVP-Scharfmachern."
(apa/red)

28.12.2009 09:47
yochina, 28. 12. '09 11:43
ZOGAJS
Wie ich weiss ist die Mehrheit der Bevölkerung für eine Abschiebung der Familie und strengere ASYLGESETZE .Die gesamten Asylanten stopfen ja unseren STEUERTOPF voll.OH DU ARMES ÖSTERRREICH!!!!!!
Vasant, 27. 12. '09 14:29
Ukraine wäre tolle Alternative!
Also die Ukraine wäre für den Osten eine ausgezeichnete
Alternative für ein Erstaufnahmezentrum! Und wenn dann
entschieden wird, dass jemand nicht bleiben darf, dann
muss man ihn nicht teuer abschieben, weil er gar nicht
mal im Land ist!

Unser System ist eh toll ... wir nehmen alle auf und dann
wird erst geprüft, ob der überhaupt berechtigt wäre zu
bleiben. Nur unser Problem ist halt, dass die Meisten dann
nicht mehr gehen bzw. eine Abschiebung, wie der Fall
Zogaj beweist, dann gar nicht umgesetzt wird! Also wozu
wieder Steuergelder verbrennen, wenn eh keine Regeln
und Gesetze eingehalten werden?

Hirnlose Politik in diesem Land!


Meine Meinung!
sidestep, 27. 12. '09 14:03
Bitte Frau BM um eine Antwort
Gemäß Dubliner Abkommen hat ein Asylsuchender im ersten sicheren Land, das er betritt, sein Ansuchen zu stellen. Österreich ist seit einiger Zeit von EU-Ländern umgeben, also dürfte gar kein Asylant mehr zu uns kommen. Nun frage ich Sie, wenn dies so ist, warum brauchen wir dann noch ein weiteres Anhaltezentrum? Sind Sie etwas nicht so konsequent, die Asylsuchenden, nachdem Sie gesagt haben, welches Land sie durchfahren haben (meistens Ungarn, Tschechien) um nach Österreich zu kommen, sie nicht sofort dorthin zurückzuschieben? Und warum warten die Zogajs, wie im Asylgesetz vorgesehen, die Bescheide der Höchstinstanz nicht im sicheren Ausland, zu dem der Kosovo ja seit Juli gehört, ab? Dort wären sie zufällig auch zu Hause. Sie reden viel aber tun nichts. Alles heiße Luft die Sie produz!
maierhofer____, 27. 12. '09 19:30
Re: Bitte Frau BM um eine Antwort
Stimmt eigentlich - nur ich kanns verstehen wenn einer lieber gleich nach Österreich als nach Serbien will. Aber trotzdem muss sich an das Dubliner Abkommen gehalten werden.

lg