Und wo, wenn nicht in Eberau? Fekter will
Alternativen für Asyllager-Standort hören
- Fekter kann auch über andere Projekte 'diskutieren'
- Bundes-SPÖ schießt scharf gegen die Innenministerin

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GRAFIK: Eberau soll weiterer Standort werden
Innenministerin Fekter verlangt von der burgenländischen Landespolitik Alternativen, wenn diese schon das geplante Erstaufnahmezentrum für Asylwerber in Eberau ablehnt. Geeignete Standorte gäbe es ja sehr viele. Allerdings seien jene, die sich nun als Kritiker hervorgetan hätten, gefordert, diese als umsetzbare Projekte zu präsentieren: "Dann kann man darüber diskutieren", so Fekter.
Die Innenministerin spielte u.a. auf Überlegungen in Eberau an, wonach man auch Kasernen wie jene in Oberwart oder Pinkafeld als Erstaufnahmezentrum konzipieren könnte: "Die müsste mir Minister Darabos zu Verfügung stellen", verwies Fekter auf die Ressort-Kompetenz des SPÖ-Verteidigungsministers. Zusätzlich müsste das Land bei der Flächenwidmung Kooperationsbereitschaft zeigen: "Und das schau ich mir an."
Nur dagegen zu sein, gehe jedenfalls nicht, betonte Fekter. Besonders scharfe Kritik übte sie an Landeshauptmann Niessl, der ihr unterstellt hatte, etwas gegen das Burgenland zu haben. Gerade Niessl sei es gewesen, der den Süden des Bundeslandes sukzessive ausgetrocknet habe.
Scharfe Kritik der SPÖ
Grundsätzlich ist die Innenministerin aber trotz aller Widerstände optimistisch, das Projekt Eberau noch durchziehen zu können. Sie sei "sehr zuversichtlich", dass der Baubescheid des Bürgermeisters vor dem Höchstgericht halten werde.
Die SPÖ schießt sich unterdessen weiter auf Fekter ein. Anlass ist die Kritik der Ressortchefin an Niessl. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter spricht von "Rundumschlägen" Fekters, um vom "eigenen Versagen" abzulenken. Die Innenministerin solle sich endlich persönlich "von der unakzeptablen Nacht- und Nebelaktion" zur Installierung eines Erstaufnahmezentrums in Eberau distanzieren.
(apa/red)
