Donnerstag, 24. Dezember 2009

Weihnachts-Appell an Politiker: Fischer
mahnt Parlamentarier zu mehr Sachlichkeit

  • Bundespräsident: Humanitäres Bleiberecht für Zogaj
  • 2010 Herausforderung Sozial- und Arbeitsmarkt

Bundespräsident Heinz Fischer hat am Heiligen Abend einen Appell an alle Nationalratsabgeordneten gerichtet, konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die 183 Mandatare sollten um "sachliche Diskussionen" bemüht sein, meinte er angesichts der derzeitigen Blockadesituation im Nationalrat. Das kommende Jahr werde trotz erhofften wirtschaftlichen Aufschwungs eine Herausforderung für Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, sagte der Präsident weiter. Im Fall Zogaj bekräftigte er seinen Wunsch nach humanitärem Bleiberecht.

Die Abgeordneten sollten "in den anderen Parlamentariern nicht Feinde sehen, sondern politische Kontrahenten", sagte der frühere Nationalratspräsident. "Auch die härteste Auseinandersetzung kann man in einem vernünftigen Ton führen", mahnte er das Hohe Haus.

In Bezug auf Arigona Zogaj hofft Fischer, "dass wir eine Lösung finden, mit der wir bei unserem österreichischen Usus bleiben, mit Flüchtlingen menschlich umzugehen". Arigona Zogaj habe "zwei Drittel ihres Lebens in Österreich" verbracht. "Es ist wahr, dass die Familie illegal nach Österreich eingereist ist, aber das haben nicht die Kinder zu verantworten. Ich wünsche mir, dass es möglich ist, die Entscheidungen so zu treffen, dass diese junge Frau nicht des Landes verwiesen wird."

"Tapfer dagegen gehalten"
Das Krisenjahr 2009 war "schwierig, nicht nur für Österreich", so der Bundespräsident. "Wir haben tapfer dagegen gehalten." Prognosen sprächen von guten Chancen, dass es im kommenden Jahr wieder Wachstum geben werde. "Aber wir müssen leider damit rechnen, dass die Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr noch etwas zunehmen wird." Sozial-und Arbeitsmarktpolitik und sowie Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit seien hier "besonders herausgefordert", meinte Fischer. "Ich wünsche mir und vertraue auch darauf, dass die Bundesregierung sich dieser Aufgabe gewachsen zeigt."

Zur anstehenden Bundespräsidentenwahl sagte Fischer, er rechne jedenfalls mit Gegenkandidaten. Die in der Verfassung vorgesehene Ja-/Nein-Abstimmung, sollte tatsächlich nur ein Kandidat zur Wahl stehen, sei "bisher graue Theorie geblieben. In der Praxis hat es immer mehrere Kandidaten gegeben."

(apa/red)

24.12.2009 19:35
yochina, 25. 12. '09 18:39
STINKT ZUM HIMMEL
Die Scheuklappen unserer Politiker.Fahren Sie einmal mit den Öffis und lassen sie sich als deppaten Österreicher beschimpfen.hauptsache wir lassen uns von einer familie Zogaj erpressen .SUPERPOLITIKER ! danke ein paar brave Steuerzahler.
sidestep, 25. 12. '09 18:07
Gib endlich Ruhe alter Mann
6 Jahre hast Du Dich außer bei der schandhaften und heimlichen Unterzeichnung des EU-Reformvertrages nicht von der Stelle gerührt und und nicht bewegt. Jezt, wo Deine Abwahl vor der Türe steht, da meinst Du dich jeden Tag mit einem anderen Bl.....sinn zu Wort melden zu müssen. Die Angst vor dem Wähler muss bei Dir fürchterlich ausgeprägt sein. Gibt endlich Ruhe und halt deinen Mund wie Du es 6 Jahre getan hast. Niemand vermisst Deine Wortspenden!
Viennese, 25. 12. '09 10:16
Schöne Weihnachtswünsche vom roten Heinzi
Ich habe imme rgeglaubt daß die Position eines Bundespräsidenten staatstragend und parteilos sein muß. leider war ich falsch unterrichtet und die Präsidenten welche von 1945 ihr Amt in Würden vertrten haben, machten alles falsch. Denn wenn einpräsident derartig Parteipolitik als neutral bezeichnet, dann wäre es besser alles österreichische aufzugeben. Seine kletzte Wortspende bezgl. Zogaj ist bezeichnent für eine linken Parteipolitiker. Man muß in Österreich offensichtlich nur hartnäckig genug sein, dann bekommt man alles. Egal ob da Gesetze gebrochen werden oder nicht. Ich wußte warum ich nicht zur letzten Bundespräsidentenwahl gegangen bin. Denn wenn man einen menschen von der Klasse Fischers als leuchtendes Beispiel heranzieht, dann will ich nicht dazu gehören, welche ihn hofieren.
sparts, 25. 12. '09 08:40
erschütternd
schön langsam reicht es.Dass sich jetzt auch noch unser Bundespräsident zu dem Thema Zogaj meldet ist nun doch des Guten zuviel.
Er kann dies in seiner Stammtischrunde machen, nicht jedoch in einer Weihnachtsansprache.
Bedanken möchte ich mich hier bei allen Österreichern /innen, die im heurigen Jahr Ihren Beitrag geleistet haben, Österreich lebenswerter und menschlicher zu machen. Allen, die mit Schicksalschlägen konfrontiert waren, Mut und Kraft wünschen, Ihre Probleme zu meistern. Jenen, die Ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, nicht unser Land ausnützen und auf Kosten aller mediengeil unser Rechtssystem ausnutzen.

Daher bitte nochmals der Appell an unsere Politiker: Schluß mit den Spielchen, sonst bin auch ich noch suizidgefährdet.